Polizei rückt Einbrechern auf die Pelle

Kreisweite Sonderaktion

Um die Zahl der Wohnungseinbrüche im Kreis einzudämmen, waren am Donnerstag 80 Polizisten im Einsatz. Sie kontrollierten rund 700 Personen und 500 Fahrzeuge. Ein Sprecher wertete die Aktion als Erfolg. "Am Donnerstag gab es kreisweit keinen einzigen Wohnungseinbruch. Normalerweise vergeht kein Tag ohne." Auch sonst gibt es gute Nachrichten.

KREIS COESFELD

, 27.02.2015, 11:25 Uhr / Lesedauer: 1 min

Drei bis vier Wochen Vorbereitungszeit brauchten die Ermittler für den Sondereinsatz, sagte am Freitag Sprecher Martin Pollmann. Die Polizei im Kreis wurde dabei von einer Einsatzhundertschaft aus Recklinghausen unterstützt. Die Einsatzkräfte kontrollierten rund 500 Fahrzeuge an den Hauptzufahrtsstraßen und Autobahnabfahrten im Kreis, 700 Personen wurden überprüft. Dabei gingen die Ermittler nach bestimmten Kriterien vor, "die wir natürlich nicht verraten", so der Polizeisprecher. Fest stehe jedoch, dass mehrere der überprüften Personen "kriminalpolizeiliche Vorerkenntnisse hatten, unter anderem wegen Einbruchsdelikten." Man könne nicht ausschließen, dass diese Personen unterwegs waren, um weitere Straftaten zu begehen, hieß es in einer Mitteilung der Behörde.

"Unsere ortskundigen Kollegen waren teilweise in zivil unterwegs", so Pollmann. In der Dülmener Innenstadt erwischten Zivilfahnder im Rahmen der Sonderaktion zwei Ladendiebe auf frischer Tat. 

Bei einem Autofahrer in Billerbeck fiel ein Drogentest positiv aus, ebenfalls in Billerbeck war ein 50-jähriger Autofahrer alkoholisiert unterwegs.

Zehn Einbrüche in Aschberg

Zudem ist der Polizei im Kreis ein Seriendieb ins Netz gegangen, der für mindestens zehn Einbrüche in Ascheberg verantwortlich zeichnet. Die Ermittler hatten den 29-Jährigen aus Münster schon länger im Visier und konnten jetzt die letzten "Puzzlesteine" zusammenfügen, erklärte Pollmann. "Es gibt umfangreiche Vorermittlungen, unter anderem wegen Diebstahls und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz." Weil die Fahnder den Münsteraner schon länger in Verdacht hatten, erwirkten sie Durchsuchungsbeschlüsse, um sich in mehreren Wohnungen, in denen Diebesgut vermutet wurde, umzuschauen - in Münster, Castrop-Rauxel und Hamm. "Und siehe da: Die Kollegen sind fündig geworden", so Pollmann. Jetzt erwartet den Mann ein Strafverfahren.

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