Rüstige Rentner rasten nie

Olfens Rentner rosten nicht. Sie hämmert, klopft und baut am Backhaus.

04.07.2007, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Maßgeblich waren sie an dem Bau des Heimathauses beteiligt, haben auf der Alten Fahrt einen großen Unterstand aus Holz gefertigt. Doch wer rastet, der rostet. Und so ist die Meisterrunde zurzeit mit ihrem neuen Projekt beschäftigt. Im Bereich des Heimathauses soll ein Backhaus gebaut werden. Wie in alten Zeiten soll dort Brot in einem Steinofen gebacken werden.

Täglich treffen sich die Handwerker auf einem freien Grundstück an der Freiherr-vom-Stein-Straße. Dort wird das Backhaus aus Eichenholz in verschiedenen Einzelteilen gebaut. Der Giebel ist fast fertig, auch die vier Wände des später fünf mal fünf Meter großen Backhauses werden von Tag zu Tag deutlich erkennbar. Und alles geschieht in Handarbeit. Das Eichenholz ist zwei Jahre abgelagert, es soll von Eichen auf Olfener Stadtgebiet stammen.

Doch bis das erste Brot gebacken wird dauert es noch einige Zeit. Angepeilt wird aber durchaus die erste Backstunde in diesem Jahr. Sind die Wände und der Giebel fertig, muss zunächst am Heimathaus noch das Fundament gegossen werden.

Gemeinschaft

Die Meisterrunde ist eine verschworene Gemeinschaft. Viele unterschiedliche Fachleute gehören dazu. Unterstützt werden sie von ihren Frauen. Denn an jedem Arbeitstag sorgen sie für die Verpflegung auf der Baustelle. Alkohol gibt es während der Arbeit nicht. Nach Feierabend sitzt aber schon das eine oder andere Bierchen drin.

Das Haus wird auch eine besondere Tür erhalten. Sie bildetete viele Jahre den Eingang am denkmalgeschützten Haus am Markt, das nun als Gelbes Haus bekannt ist.

Die Handwerker haben keine Eile, doch in diesem Jahr soll alles fertig sein. Und wer die verschiedenen Projekte des Heimatvereins betrachtet, kann sich schon jetzt sicher sein: Das Backhaus wird eine weitere Attraktion in Olfen werden. HTW

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