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Pendler müssen sich bis 2020 gedulden - RVM steht bei Schnellbus auf der Bremse

rnSchnellbus

Die Stadt Olfen gibt kräftig Gas beim Ausbau der öffentlichen Personennahverkehrs, die Regionalverkehr Münsterland ist eher zögerlich bei der Umsetzung von Plänen - warum eigentich?

Olfen

, 13.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Gregor Speer mag kein konkretes Datum für den Start des „schnellen Schnellbusses“ (X90) zwischen Olfen und Münster nennen. Der stellvertretende Leiter Verkehrsmanagement beim Regionalverkehr Münsterland (RVM) verweist auf die langen Lieferzeiten für neue Busse: Rund ein halbes Jahr.

Doch auf Nachfragen räumt Speer ein, dass zwar Lieferzeiten angefragt wurden, aber noch kein Auftrag erteilt ist. Es geht - wie eigentlich immer beim Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) ums Geld. Speer sagt „Vor der Bestellung muss es erst einmal eine Förderzusage geben.“

Stadt erhält 90-prozentige Förderung für den neuen Mobilpunkt

Genau dieses Ziel hat die Stadt Olfen für ihr „Vorzeigeprojekt“ bereits erreicht. Der 720.000 Euro teure neue Mobilpunkt an der Stadthalle wird zu 90 Prozent gefördert. Doch mit dem Mobilpunkt gibt sich die Stadtverwaltung nicht zufrieden. Auch an der Funnenkampstraße und am Eckernkamp rüstet die Stadt Olfen auf.

Busnutzer stehen ab Herbst an der Funnenkampstraße im Trockenen, wenn sie auf den Bus warten. Auf beiden Seiten lässt die Verwaltung Buswartehäuschen bauen. Dazu werden die Borde umgebaut, damit den Menschen der Einstieg erleichtert wird. Die höheren Borde gibt es auch am Eckernkamp, allerdings es gibt hier keine Wartehäuschen.

800 Fahrgäste nutzen täglich die Schnellbuslinie

Alles Investitionen, die gerechtfertigt scheinen. Die RVM ist mit der Akzeptanz auf der verlängerten Schnellbuslinie „ganz zufrieden“. Rund 800 Fahrgäste nutzen nach Auskunft von Gregor Speer täglich den Schnellbus auf der Strecke zwischen Datteln über Olfen und Seppenrade nach Lüdinghausen. Aber es sollen mehr werden.

Zum Umstieg motivieren will die Stadt Olfen die Bürger mit einem besonderen Angebot an der Stadthalle. Hier errichtet sie viele überdachte Fahrradständer. Dazu kommen abschließbare Boxen, die Bürger wohl vor allem für besondere teure Räder mieten werden. „Die Gebühr haben wir noch nicht festgelegt“, sagt Bürgermeister Wilhelm Sendermann.

Bauarbeiter sollen bis Mitte Oktober abgezogen sein

Festgezurrt ist hingegen der Zeitplan. „Mitte Oktober soll der Mobilpunkt fertig sein“, sagt Sendermann. Zu der Baumaßnahme gehören auch zwei lange Busstreifen auf beiden Seiten der Straße „Zur Geest“, die einen entspannten und sicheren Ein- und Ausstieg garantieren sollen.

Einige Monate später soll hier auch der noch schnellere X90 halten. Immerhin lässt sich Gregor Speer auf die Aussage ein, dass „wir mal vom Jahr 2020 für den Start des X90 ausgehen“. Konkreter will der stellvertretende Leiter Verkehrsmanagement aber nicht werden.

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