Senior hatte Geschoss im Haus liegen und gab es ab während der Bombenentschärfung in Coesfeld

Kampfmittelräumdienst

Da staunten die Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes. Als sie in Coesfeld waren, um eine Weltkriegsbombe zu entschärfen, kam ein 80-Jähriger zu ihnen mit einem ungewöhnlichen Wunsch.

Coesfeld

, 31.01.2020, 15:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dieses Foto stammt aus Osnabrück. Am Donnerstag, 30. Januar, hatte es auch in Coesfeld eine Entschärfung gegeben - und noch einen besonderen Einsatz.

Dieses Foto stammt aus Osnabrück. Am Donnerstag, 30. Januar, hatte es auch in Coesfeld eine Entschärfung gegeben - und noch einen besonderen Einsatz. © picture alliance/dpa

Am Donnerstagabend kam Entwarnung: Die Fünf-Zentner-Bombe in einem Garten in Coesfeld war entschärft. Alle 200 Evakuierten konnte zurück in ihre Häuser. Die Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes konnten aber noch nicht aufatmen. Denn auf sie wartete eine weitere Herausforderung.

Wie die Kreispolizei Coesfeld mitteilte, hatte sich ein 80-jähriger Coesfelder besonders gefreut, dass der Kampfmittelräumdienst in der Nachbarschaft zu tun hatte. Er hatte die Blindgängerentschärfung in Coesfeld am Donnerstag dazu genutzt, „ein militärisches Geschoss“ loszuwerden. Um was genau es sich dabei handelte, konnte der Polizeisprecher am Freitag noch nicht mitteilen.

Geschoss ist inzwischen unschädlich

Ob es sich um Weltkriegsmunition handelte oder um ein Geschoss jüngeren Datums, ist daher noch offen. Fest steht aber: Was immer es, war, das der Senior in seinem Haus aufbewahrt hatte: Inzwischen ist es unschädlich.

Ein Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes konnte laut Polizei schnell Entwarnung geben, da die Munition nicht scharf war. Jedoch hätten Sprengstoffspezialisten des Landeskriminalamtes anreisen müssen. Sie nahmen das Geschoss sicher verpackt mit.

Ob auf den Mann ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz oder das Kriegswaffenkontrollgesetz zukommt, prüft die Polizei nun.

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