Intensiv haben sich die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule in Olfen mit der Bundestagswahl beschäftigt. Unser Foto entstand bei einer großen Podiumsdiskussion. Die anschließend Juniorwahl brachte ein überraschendes Ergebnis. © Thomas Aschwer
Gesamtschule Olfen

Sensation bei Schülerwahl: Marc Henrichmann (CDU) verliert sein Mandat

Das ist durchaus keine kleine Sensation: Wenn es nach den Schülerinnen und Schülern der Wolfhelmschule gehen würde, müsste Marc Henrichmann (CDU) sein Abgeordnetenbüro in Berlin räumen.

Die Bundestagswahl hat die Schülerinnen und Schüler der Wolfhelmschule – Gesamtschule für Olfen und Datteln – in den vergangenen Wochen intensiv beschäftigt – im Unterricht und ganz besonders auch bei einer Podiumsdiskussion mit den Kandidaten. Kurz vor dem Wahlsonntag haben die jungen Menschen ihre Stimme bei einer internen Juniorwahl abgegeben. Mit teils überraschenden Ergebnissen.

Von 236 wahlberechtigten Schülerinnen und Schülern in den Klassen 9 und 10 haben 140 ihre Stimme bei der Juniorwahl abgegeben – eine Wahlbeteiligung von knapp 60 Prozent. Ein sicher ausbaufähiger Wert. Noch interessanter ist, wer die meisten Erststimmen bekommen hat. Der heimische Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann (CDU) kam nur auf 25,7 Prozent der Stimmen. Eindeutiger Sieger der Juniorwahl an der Gesamtschule ist Johannes Waldmann (SPD) mit 45,7 Prozent der Stimmen. Hier die weiteren Ergebnisse: René Arning (FDP) 10,7 Prozent, Dr. Anne-Monika Spallek (Grüne) 14,3 Prozent, Klaus Stegemann (Linke) 2,2 Prozent. Die anderen Kandidaten erhielten keine einzige Stimme.

Interessant ist auch der Blick auf die Zweistimmen. Auch hier ist die SPD die klare Siegerin, kommt allerdings „nur“ auf knapp 30 Prozent. Deutlich weniger als bei den Erststimmen. Überraschend ist, dass bei den Zweitstimmen die Grünen mit 20,0 Prozent knapp vor der CDU (19,28 Prozent) liegen. Stark ist auch die FDP mit 17,86 Prozent, die anderen Parteien spielen keine Rolle.

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Redaktion Selm
Journalist aus Leidenschaft, Familienmensch aus Überzeugung, Fan der Region. Als Schüler 1976 den ersten Text für die Ruhr Nachrichten geschrieben. Später als Redakteur Pendler zwischen Münsterland und Ruhrgebiet. Ohne das Ziel der Arbeit zu verändern: Die Menschen durch den Tag begleiten - aktuell und hintergründig, informativ und überraschend. Online und in der Zeitung.
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Thomas Aschwer