Sicherheitskonzept zu Karneval hat sich bewährt

Stadt Olfen zieht Bilanz

Mittlerweile sollten sich alle Olfener von den anstrengenden närrischen Tagen erholt haben. Zeit für eine letzte Bilanz: Wie hat sich das neue Sicherheitskonzept bewährt? Für Stadt und KG Kitt fällt die Antwort eindeutig aus - es gab erfreulich wenige Körperverletzungen. Trotzdem flogen ein paar Mal die Fäuste.

OLFEN

, 12.03.2017, 17:12 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Wort gibt das andere, plötzlich fliegen auch im Karneval die Fäuste. Nach Informationen der Stadtverwaltung, gab es zwischen Weiberfastnacht und Nelkendienstag sieben einfache und eine gefährliche Körperverletzungen. Ein erfreulich niedriger Wert. Und eine Bestätigung für Stadt und Kitt, dass sich das neue Sicherheitskonzept bewährt hat.

Im Gegensatz zu früheren Jahren waren auch am Donnerstag- und Samstagabend sowie am Sonntag tagsüber Sanitäter im Einsatz. Der engagierte Sicherheitsdienst hatte auch beliebte Treffpunkte für das sogenannte „Vorglühen“ sowie gerne genutzte Wege für den Heimweg intensiv im Blick. Dabei waren die Aufgaben zwischen Kitt (in den Zelten) und außerhalb der Veranstaltungsorte (Stadt) klar festgelegt. 

„Wir wollten Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass man in Olfen sicher feiern kann“, so Bürgermeister Wilhelm Sendermann bei der Nachbesprechung der „fünften Jahreszeit“. „Wir waren uns immer einig“, ergänzte Präsident Matthias Kortenbusch und lobte die gute Zusammenarbeit zwischen dem Verein und der Stadt.

Zugbegleiter mit Funk ausgestattet

Wie gut die Räder in diesem Jahr ineinander gegriffen haben, machte Kortenbusch beispielhaft am Nelkendienstagsumzug fest. Fünf Zugbegleiter waren mit Funk ausgestattet und so über den Lindwurm verteilt, dass sie auf jede Situation schnell reagieren konnten. Und als plötzlich ein Rettungswagen ein Teil der Zugstrecke für einen Einsatz außerhalb des Karnevals nutzen musste, lotsten die Zugbegleiter die Rettungskräfte schnell und effektiv an den Festwagen vorbei.

Einen intensiven Meinungsaustausch gab es auch an Weiberfastnacht. Ankündigt war ein Sturm mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern in der Stunde. Eine Belastung, für die die Zelte geprüft sind. In Olfen gab es zudem den Vorteil bei den Innenstadtzelten, dass sie geschützt hinter den Häuser standen und keine Bäume auf die Zelte fallen konnten.

Bei einer Windstärke von 120 Kilometern in der Stunde wäre die Entscheidung darüber, ob hier gefeiert werden kann oder nicht, wohl anders ausgefallen. Auch beim Zelt an der Stadthalle hätte man die Situation wohl anders eingeschätzt. Als „absolut gelungen“ bewerteten Kitt und Stadt den Einsatz von 100 Mülltonnen entlang der Wegstrecke. „Das hat sehr gut geklappt“, sagte Bürgermeister Wilhelm Sendermann. Für den Umzug in 2018 kündigte er bereits an, dass die Stadt wieder Mülltonnen aufstellt. Bei der Detailplanung werde man überlegen, die Zahl weiter zu erhöhen. Ein Glasverbot ist aus Sicht von Sendermann auch weiterhin kein Thema.

 

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