So bewertet Olfens Bürgermeister Wilhelm Sendermann die abgelaufene Ratsperiode

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Die erste Sitzung des neuen Rates der Stadt Olfen ist für Dienstag, 3. November, vorgesehen. Aber wie ist die Arbeit des scheidenden Rates zu bewerten? Olfens Bürgermeister hat eine klare Meinung.

Olfen

, 26.10.2020, 09:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war die letzte Sitzung des Rates in der auslaufenden Legislaturperiode, als Bürgermeister Wilhelm Sendermann anhob, ein Fazit der Ratsarbeit der Jahre 2014 bis 2020 zu ziehen. Es begann mit den Worten „Als kurzes Vorab-Resümee – es war eine gute Wahlperiode, eine fleißige Wahlperiode – und wir haben die Tugend ,Spare in der Zeit, dann hast du in der Not’ zum Glück gemeinsam gelebt. Und: Es war eine bewegte Zeit.“

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Und dann sagte Sendermann, warum er die Legislaturperiode 2014-2020 für „bewegt“ hält: „Soviel wie in den letzten Jahren ist in Olfen selten passiert. Eine der gefühlt größten Herausforderungen war sicherlich die Zahl der Geflüchteten und der Anstieg der Asylanträge ab 2015 mit den vielen Veränderungen in unserer Gesellschaft - und auch sichtbar im Ort mit der neuen Flüchtlingsunterkunft am Kreisverkehr des Gewerbegebietes Olfen-Ost II. Es gab Ängste und Ablehnung und viele Fragen! Und zum Glück auch zahlreiche Hilfsangebote aus der Mitte der Bevölkerung! Die Kehrseite der Medaille war aber eine gesellschaftliche Spaltung in Deutschland, Gott sei Dank nicht in Olfen. Dafür, dagegen, Polarisierung. Ich finde, wir haben das hier gut gemeinsam hingekriegt. Und dafür danke ich allen, vor allem aber den ehrenamtlich agierenden Menschen hier bei uns.“

Die Tagesordnung der ersten Sitzung des neuen Rats

Die erste Sitzung des neuen Rates der Stadt Olfen beginnt am Dienstag, 3. November, um 18 Uhr im Eventwerk-Saal (Stadthalle), Zur Geest 25. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem folgende Themen:
  • Vereidigung und Amtseinführung des Bürgermeisters
  • Einführung und Verpflichtung der Ratsmitglieder
  • Wahl der ehrenamtlichen Stellvertreter des Bürgermeisters und deren Einführung und Verpflichtung
  • Verabschiedung der ausscheidenden Ratsmitglieder und stellvertretenden Bürgermeister
  • Bildung der Ausschüsse des Rates der Stadt und Festlegung der Ausschussstärke

Nach bestem Wissen und Gewissen abwägen

An der aktuellen Corona-Pandemie kam Sendermann auch nicht vorbei, nachdem er auf die Flüchtlingssituation analysiert hatte: „Haben wir das einigermaßen geschafft, trifft uns aktuell ein kleines Virus mitten in der Gesellschaft. Die Folgen sind nicht absehbar. Es steht zu befürchten, dass auch diese Krise noch eine Zeit prägend sein wird – und da rede ich nicht allein von Einbußen bei den gemeindlichen Einnahmen – es geht um mehr – zum Beispiel was wird aus den lockdown-geschädigten Betrieben, welche Arbeitsplätze stehen zur Debatte und wie geht es den Menschen dabei? Die Politik wägt unter bestem Wissen und Gewissen ab und handelt strukturiert und ist in gesellschaftlichem Einklang – hoffen wir auf das Beste und wenig gesellschaftliche Folgen! Wir haben mit Rat und Verwaltung stetig und innovativ gehandelt – ich verweise hier auf unsere aufgelegten Corona-Hilfspakete.“

Finanzen im Griff

Finanziell sei die Ausgangslage für die Krise gefestigter als in der Vergangenheit, sagte der Bürgermeister: „Wir haben unsere Finanzen im Griff.“

Der Umbau des Leohauses zu einem Bürgerzentrum gehört zu den wichtigsten Projekten innerhalb der abgelaufenen Ratsperiode.

Der Umbau des Leohauses zu einem Bürgerzentrum gehört zu den wichtigsten Projekten innerhalb der abgelaufenen Ratsperiode. © Foto: Arndt Brede

Zudem habe die Politik im Konzert mit der Verwaltung „viel bewegt“. Als da wären:

  • Umbau des Leohauses
  • Entwicklung der Gesamtschule auch am Standort Datteln
  • Bürgerwindpark
  • Gewerbegebiet Olfen-Ost II
  • Dorfentwicklungsplan Vinnum insbesondere mit dem Feuerwehrgerätehaus
  • Umbau Wieschhofschule
  • keine Fortführung der K8n
  • Baugebiete Vogelruthe und Lüdinghauser Str.
  • Olfener Westen mit Naturparkhaus und Kindergarten an der Füchtelner Mühle
  • Förderung zur Instandsetzung von Hallenbad und Geest-Turnhalle
  • Umbau der Stadthalle
  • heute die Planungen zum neuen Rathaus
  • Förderung der Sanierung des Hallenbades und der Geest-Turnhalle

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