So geht das: Sieben-Tage-Woche und noch viel Spaß dabei

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Dieser Weg war kein leichter, doch jetzt hat Tischlermeister Hannes Langenkämper ein wichtiges Etappenziel erreicht. In einer bekannten Olfener Möbel-Werkstatt.

Olfen

, 01.10.2019, 16:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

Rudolf-Diesel-Straße 17 in Olfen - eine bekannte Adresse. Viele Jahre haben hier Barbara und Alfons Schulte Eichenmöbel gefertigt und verkauft. Bis sie aus gesundheitlichen Gründen das Geschäft aufgegeben haben. Seit Monaten steht die Immobilie zum Verkauf.

Für Hannes Langenkämper ist die große Werkstatt das perfekte Umfeld für den Start in die Selbstständigkeit. „Hier kann ich meine eigenen Ideen entwickeln. Hier bin ich eigener Herr“, sagt der erst 25-jährige Langenkämper. Ein leichter Weg war es bis dahin nicht. Wiederholt drohte der Traum zu scheitern.

Höhenangst war am Ende stärker

Schon der Start ins Berufsleben verlief anders als geplant. Der gebürtige Nordkirchener begann nach dem Schulabschluss eine Ausbildung zum Zimmerer. So sehr sich Langenkämper auch bemühte, die Höhenangst war stärker. Der junge Mann brach die Ausbildung ab, wollte aber unbedingt in der Holzbranche bleiben. Was lag näher als ein Wechsel in eine Tischlerei? Eine gute Entscheidung.

Beim Gestaltungswettbewerb der Tischlergesellen „Die gute Form“ belegte Hannes Langenkämper im Jahr 2015 den dritten Platz. Was nach der Prüfung zunächst gut lief, stoppte ein Unfall. Drei Operationen musste sich Langenkämper unterziehen und bewies Kampfgeist.

In der Reha die Meisterschule besucht

Wo andere vielleicht aufgegeben hatte, kämpfte sich der Nordkirchener zurück in den Beruf. Parallel dazu besuchte er die Meisterschule. Ende 2018 stand mit dem Meisterbrief in der Tasche die Entscheidung: „Ja, ich wage den Schritt in die Selbstständigkeit.“

Gut sei es angelaufen, sagt Hannes Langenkämper. So gut, dass die Arbeitswoche meist sieben Tage hat. Doch der junge Meister lächelt. Er ist da, wo er gerne hin wollte. „Mir macht es Spaß.“ Und es geht in großen Schritten weiter. In dieser Woche hat er technisch aufgerüstet.

Dortmunder Firma stellt Holzfräse aus Holz auf

Die Dortmunder Firma Holzfraese hat eine CNC-Holzfräse eingebaut. Entwickelt vom gelernten Schreiner Burkhard Bessler - und vielleicht deshalb auch in großen Teilen aus Holz. Mit seinem Produkt wolle er den Mittelstand unterstützen, sagt Bessler beim Aufbau.

Für Hannes Langenkämper ist es das richtige Arbeitsgerät. Er kann beispielsweise große Holzplatten auf die Fräse legen und bearbeiten lassen. Ein wichtiger Aspekt für einen Jungunternehmer, der erst Anfang nächsten Jahres die erste Vollzeitkraft einstellen will. Zusätzlich benötigt die Maschine deutlich weniger Strom als andere Maschinen am Markt.

Nächstes Jahr will er zurück zu den Wurzeln. In Nordkirchen plant er in der Nähe des Waschparks einen Neubau. „Die Lage ist perfekt.“ Vielleicht gibt es bis dann einen neuen Eigentümer der Olfener Immobilie mit einer neuen Idee.

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