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So können die Olfener öfter aufs Auto verzichten

Projekt für 2016

Wer in Olfen das Auto stehen lassen möchte braucht meistens Geduld. Lange Wartezeiten beim Umsteigen mit Bus und Bahn sind nervenaufreibend. Auch mit dem Fahrrad kommt man momentan nicht weit. Doch das soll sich jetzt ändern. Die Stadt hat vier neue Angebot vorgestellt, die die Mobilität in Olfen garantieren sollen.

Olfen

, 16.08.2015 / Lesedauer: 3 min

Ohne Auto mobil sein, geht das in unserer ländlichen Region? Viele Menschen beantworten diese Frage spontan mit einem klaren Nein und beginnen mit der Aufzählung: Beruf, Kindergarten, Sportverein, Musikschule ... Direkt danach kommen die Klagen über die ihrer Meinung nach kaum vorhandenen Alternativen. Der Bürgerbus war eine erste Antwort der Stadt. Im Sommer 2016 folgen drei weitere: Ein sogenannter Mobilpunkt mitten in der Stadt, direkte Anbindung an das Schnellbus-Netz, ein neuer Quartiersbus. Dazu kommt in Kooperation mit den Nachbarkommunen ein neues Fahrradprojekt. 

Mobilpunkt: Zentrale Haltestelle mit Komfort

Bei einem Mobilpunkt handelt es sich zunächst einmal um eine Haltestelle für die Schnellbuslinie, für den Bürgerbus und auch für den neuen Quartiersbus. Ausdrücklich betont Bürgermeister Josef Himmelmann, dass die Busse hier jeweils nur ganz kurz halten. Damit unterscheidet sich der Mobilpunkt deutlich von den Busbahnhöfen in der Region. 

Der Mobilpunkt setzt komplett auf den öffentlichen Personennahverkehr sowie auf die Verknüpfung mit dem Fahrrad. Konkret ist in Olfen geplant, dass sich Interessenten hier am Mobilpunkt Fahrräder ausleihen können. Dazu plant die Stadt die Anmietung eines Gebäudes auf der Bilholtstraße. Zudem sollen Busfahrgäste – geschützt vor Wind und Wetter – warten können. Der Mobilpunkt soll im Juni 2016 an den Start gehen.

 

Buslinie S90: Von Olfen nach Münster und ins Ruhrgebiet

Eine sichere Verbindung von Olfen ins Ruhrgebiet gibt es nicht wirklich. Auch der Weg nach Münster ist ohne Umstieg und Zeitverlust nicht zu schaffen. Ebenfalls Ab Juni 2016 soll alles noch viel besser und schneller werden. Möglich macht das der Ausbau der Schnellbuslinie S 90.

Der Schnellbus soll dann von Münster über Senden, Lüdinghausen und Olfen bis nach Datteln fahren. Hier hält der Bus auch an der Kinderklinik. In Datteln hat der Bus Anschlüsse an die beiden Schnellbusse nach Recklinghausen (mit Anbindung an den neuen Rhein-Ruhr-Express) und Mengede.

 

Quartiersbus: Mit dem Bus zum Training fahren

Ein sogenannter „Quartiersbus“ ist der dritte Baustein des neuen Konzeptes für den öffentlichen Personen-Nahverkehr. Der Bus wird 22 Plätze haben und kommt so in jedes Wohnquartier. Er punktet zudem mit einem besonderen Angebot. Der Bus verfügt über WLAN. Damit kommen die Fahrgäste ins Internet.

Die Linie des Quartiersbusses hat – von oben betrachtet – die Form einer „8“. Das hat zwei Vorteile. Auf der einen Seite hält er häufig am Mobilpunkt Bilholtstraße. Zudem deckt er das Stadtgebiet somit optimal ab. Der Verwaltung ist bei der Gestaltung des Fahrplanes wichtig, dass der Quartiersbus wichtige Einrichtungen der Stadt ansteuert. Dazu gehören beispielsweise die Gesamtschule und damit auch das angrenzende Sportgelände.

 

Fahrradprojekt: Ähnlich wie Metropolradruhr

Im Ruhrgebiet gibt es seit Jahren das Projekt Metropolradruhr. Es punktet vor allem mit der Flexibilität. Die Nutzer können beispielsweise an der Ruhr-Universität ein Rad leihen und es am Bahnhof abgeben. Mit einem ähnlichen Konzept wollen jetzt Haltern, Olfen, Selm und Nordkirchen punkten.

In allen vier Kommunen sollen neue Mobilpunkte eingerichtet werden. An allen Mobilpunkten können Fahrräder ausgeliehen werden. Was besonders wichtig ist: Das Fahrrad muss nicht an dem Mobilpunkt zurückgegeben werden an dem es ausgeliehen wurde. Damit nicht genug. Die Radwege zwischen den vier Kommunen werden weiter ausgebaut.  

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