Spielplätze in Olfen werden regelmäßig kontolliert

Mehrere Stufen

Der aktuelle Fall in Datteln, wo ein 18-jähriges Mädchen von einer zusammen gebrochenen Schaukel tödlich getroffen wurde, ist auch Thema in Olfen. Wie funktioniert das Kontroll-System für Olfener Spielplätze?

OLFEN

29.05.2013, 17:13 Uhr / Lesedauer: 2 min
Spielplätze in Olfen werden regelmäßig kontolliert

Auch die Hüpftiere müssen kontrolliert werden, ob zum Beispiel die Federn noch genug Spannung haben.

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Spielplatzkontrolle in Olfen

Everhard Maikötter kontrolliert regelmäßig die Spielplätze in Olfen. Redakteur Malte Woesmann begleitete ihn auf einem Kontrollgang.
29.05.2013
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Der Spielplatz am Heidkamp. In ein paar Tagen werden einige Anbauteile des großen Klettergerüstes ausgetauscht.© Foto: Malte Wosmann
2006 wurde der Spielplatz am Heidkamp zum Spielplatz des Jahres gekürt.© Foto: Malte Wosmann
Für den Spielplatz am Heidkamp liegen bereits neue Anbauteile auf dem Bauhof bereit. Diese werden in den nächsten Tagen montiert.© Foto: Malte Wosmann
Anhand des Geräusches beim Klopfen kann Everhard Maikötter gut feststellen, ob der Balken eventuell morsch ist.© Foto: Malte Wosmann
Auch die Hüpftiere müssen kontrolliert werden, ob zum Beispiel die Federn noch genug Spannung haben.© Foto: Malte Woesmann
Ein Vorteil ist, dass die Holzbalken nicht direkt im Erdreich befestigt sind, sondern über ein Metallgestell. So kann das Holz nicht morsch werden.© Foto: Malte Wosmann
Everhard Maikötter prüft, ob der Balken noch standsicher ist.© Foto: Malte Wosmann
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In Olfen gibt es eine klare Dienstanordnung, wann und wie Spielplätze kontrolliert werden müssen. In einem dreistufigen System läuft dies ab. Eine Sichtkontrolle, wo Geräte und der Platz ansich in Augenschein genommen werden, wird täglich bis wöchentlich durchgeführt. „Täglich bei den Spielplätzen, die hoch frequentiert sind“, erklärt Brömmel. So sei dies zum Beispiel beim Wasserspielplatz am Naturbad der Fall.  

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Everhard Maikötter kontrolliert regelmäßig die Spielplätze in Olfen. Redakteur Malte Woesmann begleitete ihn auf einem Kontrollgang.
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Der Spielplatz am Heidkamp. In ein paar Tagen werden einige Anbauteile des großen Klettergerüstes ausgetauscht.© Foto: Malte Wosmann
2006 wurde der Spielplatz am Heidkamp zum Spielplatz des Jahres gekürt.© Foto: Malte Wosmann
Für den Spielplatz am Heidkamp liegen bereits neue Anbauteile auf dem Bauhof bereit. Diese werden in den nächsten Tagen montiert.© Foto: Malte Wosmann
Anhand des Geräusches beim Klopfen kann Everhard Maikötter gut feststellen, ob der Balken eventuell morsch ist.© Foto: Malte Wosmann
Auch die Hüpftiere müssen kontrolliert werden, ob zum Beispiel die Federn noch genug Spannung haben.© Foto: Malte Woesmann
Ein Vorteil ist, dass die Holzbalken nicht direkt im Erdreich befestigt sind, sondern über ein Metallgestell. So kann das Holz nicht morsch werden.© Foto: Malte Wosmann
Everhard Maikötter prüft, ob der Balken noch standsicher ist.© Foto: Malte Wosmann
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Als zweites gibt es eine Funktionskontrolle, die alle zwei bis vier Wochen stattfindet. Hier werden die Geräte dann auch getestet, ob Balken noch fest im Boden verankert sind, Hüpftiere funktionieren oder die Ketten der Schaukeln intakt sind. „Bei den Geräten müssen gegebenenfalls ja mal Schraubverbindungen nachgezogen werden. Das fällt dann bei dieser Prüfung auf“, sagt Maikötter.  Als dritte und letzte Kontrolle steht einmal im Jahr die Generalinspektion an. „Sinnigerweise machen wir dies im Frühjahr“, sagt Brömmel. Wie der TÜV beim Auto, werden hier die Spielplätze noch genauer unter die Lupe genommen. Maikötter erklärt: „Da werden auch mal Holzpfosten im Boden frei gelegt, um zu sehen, ob sie noch gut oder morsch sind.“

Trotz all dieser Kontrollen kann es aber immer wieder vorkommen, dass Mängel auftreten. Erst am Dienstag hatte Maikötter einen Spielplatz kontrolliert und ohne Mängel in seiner Liste abgehakt. „Einen Tag später wird mir dann gemeldet, dass Latten kaputt sind und ausgetauscht werden müssen.“ Dankbar sei man daher auch über Hinweise von Eltern, wenn auf den Spielplätzen mal etwas nicht hundertprozentig sei. „Das ist ja auch ein sensibles Thema, da fahren wir sofort raus“, sagt Maikötter. In der vergangenen Tagen wären die Mitarbeiter bei den Kontrollen auch angesprochen worden. „Da wurde meist gesagt, dass wir doch jetzt nur wegen des Unfalls in Datteln kommen. Die normalen Kontrollen wurden nie so wahr genommen“, so Maikötter. Und in der Hoffnung, dass nie so ein tragisches Unglück wie in Datteln geschieht, wird Maikötter auch in Zukunft die Olfener Spielgeräte abklopfen.

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