Stadt Olfen sucht Lösungen für extremes Wetter

Forschung mit der TU Dortmund

Im Zuge des Klimawandels kommt es vermehrt zu Extremwetterereignissen wie Starkregen, Hagel und Sturm, die Schäden an Gebäuden anrichten. Auch in Olfen war die Feuerwehr in den vergangenen Jahren bei solchen Ereignissen oft im Einsatz. Nun sucht die Stadt nach Lösungen und dem richtigen Umgang mit extremen Wetter.

OLFEN

, 14.08.2017, 05:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stadt Olfen sucht Lösungen für extremes Wetter

Stellten das Projekt vor: Christoph Schmalenbeck (v.l.), Wilhelm Sendermann, Stefan Greiving, Britta Weißer, Dennis Becker und Felix Othmer.

Die Stadt Olfen nimmt an einem Forschungsprojekt teil, bei dem neue Strategien im Umgang mit Extremwetterereignissen untersucht werden. „Unser Ziel ist es, bei diesem Forschungsprojekt Lösungen zu entwickeln, die dann auch finanziell gefördert werden,“ so Professor Stefan Greiving von der Technischen Universität Dortmund bei der Vorstellung des Projekts.

Die Städte Olfen und Schwäbisch Gmünd hatten sich für das Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Bildung beworben. „In den letzten Tagen haben wir die Zusage erhalten“, so Christoph Schmalenbeck von der Stadtverwaltung. Insgesamt fördert das Ministerium das Projekt mit einer Millionen Euro. 125.000 Euro entfallen auf die Stadt Olfen.

Bürger sollen in Projekt eingebunden werden

„Wir haben die Stelle eines wissenschaftlichen Mitarbeiters für das Projekt ausgeschrieben“, so Bürgermeister Wilhelm Sendermann. Das Projekt ist auf drei Jahre befristet. Der neue Mitarbeiter solle eng mit der TU Dortmund und einem Berliner Planungsbüro, das das Projekt begleitet, zusammenarbeiten.  Bevor Problemlösungen erarbeitet werden, steht nun erst einmal eine genaue Analyse an. Stefan Greiving: „Im ersten Schritt werden wir aufgetretene Probleme in Olfen genau analysieren.“ Es werde eine Bürgerversammlung geben, auch die Befragung von Bürgern sei vorgesehen. „Analysiert wird, wo die Probleme sind und warum es sie gibt“, so Greiving. Habe man Schwachstellen gefunden, wolle man Lösungen erarbeiten.

Übertragung in andere Kommunen möglich

„Ziel muss sein, für vorgesehene Maßnahmen auch eine finanzielle Förderung zu erhalten“, erklärte Greiving. Eine Möglichkeit könne der Einbau eines Zwischenspeichers sein. „Dies kann auch eine Fläche sein, auf die das Wasser bei Extremereignissen zunächst fließt und erst später in die Kanalisation abgegeben wird.“

Greiving und seine Mitarbeiter vom Institut für Raumplanung der TU Dortmund freuen sich auf das spannende Projekt. „Wenn wir für Olfen Lösungen gefunden haben, könnten diese auch auf andere Kommunen übertragen werden“, sagte Greiving.

Lesen Sie jetzt