Stadtverwaltung Olfen testet Homeoffice-Möglichkeiten

rnHomeoffice in der Verwaltung

In Zeiten von Corona arbeiten viele Menschen im Homeoffice. Auch bei der Stadtverwaltung Olfen soll dies demnächst möglich sein. Allerdings nicht wegen Corona.

von Carina Strauß

Olfen

, 28.09.2020, 09:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Während der Corona-Pandemie wurden viele Arbeitnehmer ins Homeoffice geschickt. Nun will man auch in der Olfener Verwaltung nachziehen. Allerdings möchte Wilhelm Sendermann, frisch wiedergewählter Bürgermeister, die neue Möglichkeit, bei der Stadtverwaltung Olfen im Homeoffice zu arbeiten, klar von den Coronaeinschränkungen trennen.

„Wir können uns hier im Rathaus aus dem Weg gehen“, so Sendermann im Gespräch mit der Redaktion. Der Grund für die neue Initiative seien gesellschaftliche Entwicklungen, denen man sich nicht verschließen wolle.

„Ich möchte nicht, dass wir verdiente Mitarbeiter verlieren, weil sie woanders im Homeoffice arbeiten können“, so Sendermann.

Zunächst ein halbes Jahr testen

Zunächst wird nun ein halbes Jahr das Homeoffice getestet. Dabei würden die Mitarbeiter in der Regel einen Tag in der Woche im Homeoffice arbeiten. „In dieser Zeit können sich die Mitarbeiter Dinge vornehmen, wofür man Ruhe braucht, zum Beispiel Protokolle schreiben“, so der Bürgermeister.

Sendermann ist es wichtig, dass dabei eine Win-Win-Situation für beide Seiten entsteht. Man habe auch Mitarbeiter, die nicht in Olfen wohnen. Für die wäre es gut, wenn sie einen Tag weniger die Strecke zur Arbeit fahren müssten. „Aber wir erwarten uns im Gegenzug eine höhere Leistung und Effektivität, da die Mitarbeiter mehr Ruhe haben zum arbeiten.“

Datenschutz ist obligatorisch

Datenschutz sei dabei obligatorisch. Man sichere sich mit Vereinbarungen ab. „Das müssen wir mit letzter Konsequenz einfordern“, so Sendermann. Zudem seien alle Mitarbeiter mit Dienstlaptop und Diensthandy ausgestattet und damit auch im Homeoffice jederzeit erreichbar. „Die Bürger merken das gar nicht“, so Sendermann.

Natürlich sei Homeoffice nicht denkbar für Stellen mit Kundenkontakt. „Im Sozialamt zum Beispiel werden Dienste direkt für die Menschen geleistet. Dort müssen häufig sofort Entscheidungen getroffen werden“, erklärt Jochen Wiggen, der das Konzept für das Homeoffice bei der Stadt Olfen mit entwickelt hat. Zudem solle die neu geschaffene Möglichkeit für Homeoffice nicht zulasten anderer Mitarbeiter gehen, so Wiggen weiter.

Homeoffice sei zum Beispiel etwas für Mitarbeiter, die Projekte machen, EDV-Konzepte entwickeln, Veranstaltungen organisieren, eben jene Stellen, die zu einem Teil aus reiner Bürotätigkeit bestehen, erklärt Sendermann.

Auswirkungen auf die Arbeitsplätze im Rathaus habe das Homeoffice nicht. Auch nach Anbau und Renovierung des Rathauses bekäme jeder Mitarbeiter seinen eigenen Arbeitsplatz.

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