Starttermin für Umbau der Bilholtstraße steht: Millionenprojekt im Herzen der Stadt

rnBilholtstraße

Im großen Stil sollen Bilholtstraße und die Straße Zur Geest umgebaut werden. Jetzt steht fest, wann es losgehen soll und ob eine Vollsperrung angedacht ist.

Olfen

, 25.07.2019, 17:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Bewilligungsbescheid ist da. Heißt: Die Förderung für den Umbau der Bilholtstraße und der Straße Zur Geest wird kommen. Heißt: Mit dem Bauarbeiten kann schon bald begonnen werden. Wann genau das ist und wie die Pläne aussehen, erklären wir in Fragen und Antworten.

? Wann soll der Umbau starten?

Bürgermeister Wilhelm Sendermann ist zuversichtlich, dass mit dem Umbau der Straßen noch in diesem Jahr begonnen werden kann. Der zukünftige Mobilpunkt mit Bushaltestelle und Fahrradstellplätzen wird vor der Stadthalle bereits gebaut. Voraussichtlich im Herbst soll er fertig sein - dann, so der Bürgermeister, könnte der Umbau der Straßen beginnen.

Jetzt lesen

? Wie lange dauert das Ganze dann und mit welchen Einschränkungen haben Verkehrsteilnehmer zu rechnen?

Die Planungen laufen, einen auf den Tag genauen Zeitplan gibt es noch nicht. Aber: Wenn alles klappt, könnte der Umbau noch im Jahr 2020 abgeschlossen werden, sagt Wilhelm Sendermann. Auch dafür, wie genau die Baustelle aussehen wird, gibt es noch keine ganz genauen Planungen. Angepeilt sei aber, die Bilholstraße dafür nicht voll zu sperren, sondern mit einer halbseitigen Sperrung und eine Baustellenampel auszukommen. „Wir wollen ja auch, dass die Geschäfte an der Bilholtstraße und das Leohaus weiterhin gut erreichbar sind“, sagt Wilhelm Sendermann.

? Was soll au den Straßen denn alles gemacht werden?

Das ist eine ganze Menge: Die Ampel an der Kreuzung soll in Zukunft ein Mini-Kreisverkehr ersetzen - also ein flacher Kreisverkehr, der von Lastwagen und Bussen wenn nötig auch überfahren werden kann, wie Stadtplaner Christopher Schmalenbeck erklärt. An jeder Ausfahrt des Kreisverkehrs wird es Zebrastreifen und begrünte Querungshilfen geben. Aber nicht nur die Kreuzung, auch die ganze Straße und die Fußwege vom Netto aus bis zum Rewe (circa 400 Meter) werden sich wandeln: Die Fahrbahn für die Autofahrer wird schmaler als jetzt - dafür hat der Radweg mehr Platz. Er wird auf jeder Seite eine Breite von 1,56 Metern haben und durch rote Farbe gekennzeichnet werden. „Wie man das aus Holland kennt“, sagt Christopher Schmalenbeck. Vor der Rossmann-Filiale entsteht außerdem eine Querungshilfe für Fußgänger. Der entstehende Mobilpunkt ist auch fester Bestandteil des Projekts.

Starttermin für Umbau der Bilholtstraße steht: Millionenprojekt im Herzen der Stadt

Die Arbeiten zum Mobilpunkt vor der Stadthalle laufen bereits. © Marie Rademacher

? Mobilpunkt: Was genau verbirgt sich eigentlich hinter dieser Bezeichnung?

Der Mobilpunkt wird mit einer Haltestelle für (Schnell-)Busse Anlaufstelle für alle, die von Olfen aus etwa in die Stadt nach Münster wollen. Wenn sie mit dem Fahrrad zum Haltepunkt kommen, können sie einen aus 80 überdachten Fahrradstellplätzen wählen. Oder eine abschließbare Box, die man vor Ort für sein Fahrrad mieten kann. Es soll an dem Punkt eine digitale Anzeigetafel geben, die ansagt, wie lange der Bus noch unterwegs ist, bis er hält und auch über Services wie WLAN wird nachgedacht.

? Wie hoch sind die Kosten für den Umbau?

Die Kosten belaufen sich insgesamt auf 1,7 Millionen Euro. Enthalten sind darin der Bau de Mobilpunktes sowie die Umgestaltung der Bilholstraße und der Straße zur Geest. Die Stadt Olfen wird die Kosten aber nicht in Gänze selbst tragen: Der erste Antrag für Fördergelder vom Land NRW ist bewilligt, ein zweiter ist gerade noch in Bearbeitung. Es wird also darauf hinauslaufen, dass zwischen 60 und 70 Prozent der Baumaßnahme dadurch finanziert werden können.

? Wer soll vom Umbau vor allem profitieren?

Das sind Radfahrer und Fußgänger. „Es ist unverhältnismäßig, wie viel Raum Autos hier bisher noch bekommen“, sagt Städteplaner Christopher Schmalenbeck mit Blick auf die Kreuzung an der Bilholtstraße. Das Ganze, so sagt Sendermann, sei Teil einer „Vision“, wie im Münsterland neue Formen der Mobilität jenseits vom Auto umgesetzt werden könnten.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt