Störche in Olfen - erstes Nest ist wieder bewohnt in den Steverauen

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Sie sind wieder da. Das erste Storchenpaar nistet nun seit Samstag wieder in der alten Aue in Olfen. Den Olfenern sind die beiden Störche nicht unbekannt.

Olfen

, 13.02.2020, 17:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit 2012 war es immer der gleiche Storch, der in der alten Aue am Sternenweg genistet hat. Und seit Samstag ist klar: Der Olfener Storch ist seinem Sommerquartier in Olfen treu geblieben. „Wir gehen sehr stark davon aus, dass auch das Weibchen das aus dem letzten Jahr ist“, erklärt Storchenexperte Georg Holtmann aus Olfen - auch wenn das Weibchen nicht beringt sei.

Denn für ihn steht eines fest: „Dem Storch scheint der Horst und die Steveraue, vielleicht auch Olfen, sehr gut zu gefallen.“ Sonst würde er ja schließlich nicht wieder kommen. Wirklich früh war es Mitte Februar für die Rückkehr aber nicht. „Das sagt man zwar immer, aber auch im letzten Jahr kam der Storch um den 10. Februar“, sagt der Experte.

Hoffnung auf Nachwuchs im Storchennest

Außerdem hofft er auch, dass das vertraute Storchenpaar bald wieder für Nachwuchs sorgt. „Jetzt geht langsam das Liebesspiel los, aber erst Mitte April oder Anfang Mai können wir den Nachwuchs erwarten“, erklärt er. Je nach Witterung sei dies unterschiedlich.

Im vergangenen Jahr hatten die Störche gleich vier Storchenbabys bekommen und auch großgezogen. „Die Störche sind horsttreu, wenn man das so sagen kann“, erklärt der Storchenexperte. Ihrem Partner bleiben Störche - anders als zum Beispiel die Graugans - nicht zwingend treu.

Wenn sie aber einmal an einem Horst ihren Nachwuchs erfolgreich großgezogen haben, dann kommen sie im nächsten Jahr wieder. Auch aus diesem Grund glaubt der Experte, dass das unberingte Weibchen das aus dem vergangenen Jahr ist.

Störche werden regelmäßig beobachtet

Bis dahin beobachten er und andere Helfer aus Olfen regelmäßig die Storche und schauen, ob sich Besonderheiten auftun. Und sie warten auch noch auf das zweite Storchenpaar, das in den vergangenen Jahren in der neuen Aue genistet hatte. „Wir rechnen noch im Februar oder Anfang März mit ihnen“, sagt Holtmann.

Das Paar in der neuen Aue hatte im vergangenen Jahr keinen Storchennachwuchs gehabt. Damals vermutete Holtmann, dass einer der Vögel unfruchtbar sein könnte. Was für die Störche jetzt schlecht wäre: Schnee. Denn wenn der wirklich liegen bleibe, dann haben die Vögel keine Möglichkeit Nahrung zu finden. Was dann passiert? „Dann fliegen die Störche ins Rheinland oder in die Niederlande - und kommen wieder nach Olfen, wenn der Schnee weg ist.“

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