Trickdiebe im Supermarkt: Wie sich die Menschen schützen können in Olfen

rnTrickdiebe

Die Masche ist nicht neu, hat gerade in der Region Konjunktur: Menschen werden in Supermärkten kurz abgelenkt, danach ist in den meisten Fälle die Geldbörse weg. Nicht die einzige Methode.

Olfen

, 18.02.2020, 20:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nein, von einer Häufung von Trickdiebstählen will die Polizei nicht sprechen. Aber natürlich: Es gebe immer wieder Trickdiebstähle. Dazu komme die schwer einzuschätzende Dunkelziffer. „Wem nur die Geldbörse gestohlen wurde, meldet sich nicht unbedingt bei der Polizei“, sagt Pressesprecherin Britta Venker.

Was bleibt, sind persönliche Erfahrungen von Menschen in Olfen und in der Region. Mit Namen oder Foto wollen sie nicht in der Zeitung stehen. Sie wollen kein Mitleid. Aber sie möchten andere Menschen warnen. Betroffen sind nach ersten Erkenntnissen neben Privatpersonen auch Kirchengemeinden in der Region.

Täter setzen auf das Mitleid und die Betroffenheit von Menschen

In allen der Redaktion bekannt gewordenen Fällen setzen die Täter auf das Mitleid von Menschen. Wie beispielsweise im Supermarkt. Hier bittet beispielsweise ein Mitglied der Bande eine fremde Person um Unterstützung, weil sie aus gesundheitlichen nicht an bestimmte Dinge auf dem obersten Regal komme.

Während die hilfsbereite Person sich um die gewünschte Ware kümmert, kommt plötzlich der Komplize des Täters dazu und entwendet dem Helfer die Geldbörse oder die Brieftasche. Bevor der Verlust bemerkt ist, sind die Täter weg.

Polizei-Pressesprecher sagt: „Klassischer Trickdiebstahl“

„Das ist klassischer Trickdiebstahl“, sagt Britta Venker. Aus Sicht der Polizei ist das keine unbekannte Masche. Vielmehr gebe es Diebstahl in Geschäften in verschiedenen Facetten. Neben der hilfesuchenden Person gibt es auch Täter, die einen Sturz vortäuschen oder absichtlich Waren fallen lassen. In jedem Fall geht es um ein Ablenkungsmanöver.

Jetzt lesen

Wie oft Täuschungen dieser Art im Kreis Coesfeld angezeigt wurden, kann die Polizei aktuell nicht sagen. Genaue Zahlen für das vergangene Jahr veröffentlicht die Kreispolizeibehörde erst Anfang März - nachdem der NRW-Innenminister die Kriminalitätsstatistik für Nordrhein-Westfalen vorgelegt hat.

Betteln ist kein Diebstahl - aber teilweise in Orten verboten

Zurück zu den Fällen, die gerade Kirchengemeinden in der Region betreffen: In mindestens zwei bekannt gewordenen Geschichten haben Täter mitleiderregende Geschichte erzählt, haben über familiäre Notlagen berichtet - verbunden natürlich immer mit der Bitte um eine Spende für eine Busfahrkarte oder andere Dinge.

Polizei-Pressesprecherin Britta Venker weist darauf hin, dass Betteln sich klar vom Diebstahl unterscheidet. „Es bleibt mir überlassen, ob ich etwas gebe oder nicht.“ Allerdings gebe es Städte und Gemeinden, die das Betteln auf öffentlichen Plätzen und Wegen verbieten. Der Grund liegt auf der Hand. Wie auch bei Kirchengemeinden werden abgewiesene Betrüger schnell aggressiv.

Lesen Sie jetzt