Die Tür zum neuen Seniorenheim ist weit geöffnet - das muss die Stadt Olfen jetzt leisten

rnSeniorenheim

Der Kreis Coesfeld hat die Tür für ein weiteres Seniorenheim in Olfen weit geöffnet. Aber vor einer endgültigen Entscheidung ist die Stadt in der Bringschuld.

Olfen

, 01.10.2019, 11:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Es ist ein formaler Antrag der Stadt Olfen notwendig“, sagt Detlef Schütt, Leiter des Dezernates Arbeit und Soziales, Schule und Kultur, Jugend und Gesundheit beim Kreis Coesfeld. Zugleich macht er der Steverstadt große Hoffnung auf eine Zustimmung: „Es ist alles bereitet.“

Mit dieser Aussage ordnet Schütt den Beschluss des Kreistages ein. Die Politiker hatten am Mittwoch, 25. September, einstimmig die „Kommunale Planung des Alten- und Pflegegesetzes“ verabschiedet. Ein Aspekt - der weitere Ausbau der stationären Pflegeplätze.

Neue stationäre Plätze „eher im südlichen Teil des Kreises“

„Unter Berücksichtigung der weiterhin relativ hohen Anzahl an stationären Plätzen im Kreis Coesfeld und der Verteilung von Angebot und prognostizierten Bedarfen wären neue stationäre Plätze eher in den südlichen Teilen des Kreises Coesfeld anzusiedeln“, heißt es ausdrücklich im Beschluss.

Dezernatsleiter Detlef Schütt weist darauf hin, dass in Senden gerade ein neues Seniorenheim gebaut werde. So weit ist Olfen noch lange nicht. „Der Aufsichtsrat des St. Vitus-Stiftes wird sich mit dem Thema beschäftigen“, sagt auf Anfrage Bürgermeister Wilhelm Sendermann, um die Erwartungen auf eine schnelle Umsetzung gleich zu dämpfen.

Olfen hat bislang noch keinen konkreten Zeitplan

„Einen konkreten Zeitplan gibt es noch nicht. Es wird bis zur Fertigstellung sicherlich noch drei bis vier Jahre dauern. Jetzt gehen wir das Projekt aber konkret an.“ Sendermann begründet den langen Vorlauf auch damit, dass erst mit der Beschlussfassung beim Kreis der Weg für eine neue Baumaßnahme offen ist.

Ganz so weit möchte Detlef Schütt vom Kreis Coesfeld noch nicht gehen. Der Kreistag habe noch keinen verbindlichen Beschluss für ein weiteres Pflegeheim in Olfen gefasst. Das sei auch nicht möglich gewesen. „Erst einmal ist ein formaler Antrag der Stadt Olfen notwendig.“ Dieser Antrag werde in der Pflegekonferenz abgestimmt.

Kreis fordert eine „flexibel nutzbare Gestaltung“

Erst wenn diese Formalitäten abgehandelt sind, kann Olfen an die konkrete Planung gehen. Und auch dabei gibt es eine Vorgabe des Kreises: „Falls

neue stationäre Einrichtungen entstehen sollten, ist auf eine flexibel nutzbare

Gestaltung zu achten, die auch die Umwandlung der Gebäude (oder Teilen

davon) für andere Nutzungen erlauben würden“, heißt es im Kreistagsbeschluss.

Somit bleibt aktuell nicht mehr als das Ziel der Stadt, in Olfen ein weiteres Seniorenheim zu bauen. Immerhin ist klar, wo es entstehen soll. Auf dem Gelände des früheren Krankenhauses an der Oststraße. Dabei sollen Gebäudeteile abgerissen und ein neuer Anbau errichtet werden.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt