Unbekannter attackierte Bootsfahrer auf der Stever: Kein Einzelfall

rnDreibogenbrücke

Nicht nur einmal riskierte ein noch unbekannter Täter die Gesundheit mehrerer Boots- und Floßfahrer. Dabei schreckte er nicht mal davor zurück, dass auch Kinder verletzt werden könnten.

Olfen

, 03.09.2019, 18:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sowas darf einfach nicht passieren“, ärgert sich Linda Buckmann. Mit neun weiteren Erwachsenen und vier Kindern war sie am Samstagabend (31. August) mit einem Floß unterwegs. Als sie die Dreibogenbrücke passierten, wurden sie plötzlich mit Steinen beworfen. Es war nicht der erste Angriff an diesem Abend.

Während Linda Buckmann und ihre Freunde keine Anzeige bei der Polizei erstatteten, da sie die Täter gar nicht richtig sehen konnten, meldeten weitere Betroffene den Vorfall den Beamten. Die Insassen eines Schlauchbootes kamen etwas später gegen 20.20 Uhr an besagter Stelle vorbei. Erst hätten die Personen auf der Brücke noch freundlich gegrüßt, ehe einer von ihnen einen faustgroßen Stein warf, teilte die Polizei mit.

„Sie trafen uns am Kopf und ein Kind am Arm“

Bei den Floßfahrern war es hingegen nicht ein einzelner großer Stein, sondern vielmehr eine Hand voll Steine, erzählt Linda Buckmann. „Sie trafen uns am Kopf und ein Kind am Arm.“ Größere Verletzungen habe es aber nicht gegeben. „Gott sei dank“, sagt sie.

Der Täter, so die Aussage der Schlauchbootinsassen, sei 18 bis 19 Jahre alt gewesen. Er habe kurze, blonde Haare gehabt, eine Brille und ein schwarzes T-Shirt getragen und einen Drei-Tage-Bart gehabt.

Generell sei es bei solchen Fällen wichtig, sofort die Polizei (110) zu rufen, erklärt Stefanie Bersin, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Duisburg, auf Anfrage an die Wasserschutzpolizei NRW. Die sei für diesen Fall allerdings gar nicht zuständig, so Bersin. Denn die Wasserschutzpolizei kümmere sich nur um so genannte schiffbare Straßen. Und bei der Stever handle es sich eben nicht um eine solche.

Ermittlung wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung

Zudem wurde das eigentliche Verbrechen, nämlich der Steinwurf, an Land begangenen, wodurch es in das Aufgabenfeld der Landpolizei falle. Anzeigen für Straftaten an Kanälen gibt es aber generell nur sehr selten.

In Nordrhein-Westfalen sei es im vergangenen Jahr zu einer Anzeige gekommen, in diesem Jahr waren es bislang zwei. Dabei könne es sich aber um alle möglichen Delikte handeln, beispielsweise eben ein geworfener Stein oder aber auch ein gespanntes Drahtseil.

Im Fall der angegriffenen Schlauchbootfahrer ermittelt die Polizei wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung. Wer etwas beobachtet hat, wird gebeten, sich bei der Polizei Lüdinghausen unter der Tel. (02591) 79 30 zu melden.

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