Verkaufsoffener Sonntag stößt auf mäßige Resonanz

Geschäfte in Olfen

Viel Wirbel hatte es im Vorfeld um den verkaufsoffenen Sonntag in Olfen am vergangenen Sonntag gegeben. Schließlich wurde den Geschäften gestattet, ihre Türen zu öffnen, wenn auch vor dem Geschäft Aktionen angeboten werden. Vier Unternehmen haben sich mit unterschiedlichem Erfolg beteiligt, wie sie uns mitteilten.

OLFEN

, 07.11.2016, 19:21 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zufrieden mit dem Verlauf war Gaby Prott von Prott Dekodesign. Wie auf dem Bild zu sehen, lief das Geschäft gut.

Zufrieden mit dem Verlauf war Gaby Prott von Prott Dekodesign. Wie auf dem Bild zu sehen, lief das Geschäft gut.

„Wir waren mit der Resonanz sehr zufrieden“, so Gaby Prott von Dekodesign Prott. Vor dem Ladenlokal habe man vier Stände aufgebaut. Unter anderem war die Gärtnerei Lohmann vertreten. „Die Resonanz vor dem Geschäft war nicht so gut. Das hat aber wohl auch an dem Wetter gelegen“, erklärte Gaby Prott.

Die Türen geöffnet hatte auch Eichenmöbel Schulte. Vor dem Geschäft fand ein Adventsmarkt statt. „Wir waren ganz zufrieden“, erklärte Barbara Schulte, die auch Vorsitzende des Werberings ist. „Wir werden bei der nächsten Jahreshauptversammlung Anfang des Jahres einen vierten verkaufsoffenen Sonntag zum Thema machen“, so Barbara Schulte.

Händler ist schockiert über Münsteraner Votum

Wiegand Sauer, Geschäftsführer des Schuhhauses Pettrup, erklärte in einem Gespräch mit der Redaktion, verkaufsoffene Sonntage wären wichtig. Sauer: „Ich bin grundsätzlich für verkaufsoffene Sonntage.“ So sei er über das Votum der Bürger in Münster gegen verkaufsoffenen Sonntag auch schockiert. „Besonders für kleinere Städte sind die verkaufsoffene Sonntage von großer Bedeutung. Wir müssen unseren Kunden Angebote unterbreiten.“ Für sein Geschäft sei der verkaufsoffene Sonntag überschaubar gewesen.

Vor dem Ladenlokal habe ein Clown die Besucher unterhalten. Sauer: „Verkaufsoffene Sonntage müssen von einem Event in der Stadt begleitet werden.“ Er betonte aber auch, diese Event müssten organisiert werden. Die Frage stelle sich aber von wem? Wiegand Sauer, er ist auch im Vorstand des Werberings, betonte, man müsse sich bei der Jahreshauptversammlung grundsätzlich mit dem Thema befassen.

„Den Sonntag können wir schnell vergessen“

Kaum Resonanz verzeichnete Fabian Rohling, Geschäftsführer des Zweiradcenters. „Den Sonntag können wir schnell vergessen“, erklärte Fabian Rohling. Man habe extra ein Zelt aufgebaut und auf die Bedeutung von Licht am Fahrrad in der dunklen Jahreszeit aufmerksam gemacht. Rohling: „Nur wenige Leute haben vorbeigeschaut.“ Auch er ist der Meinung, verkaufsoffene Sonntage seien wichtig. Doch müssten diese begleitend zu einem Event in der Innenstadt stattfinden.

Bürgermeister Wilhelm Sendermann erklärte, man habe Geschäften ermöglichen wollen, Adventsartikel vor der Adventszeit verkaufen zu können. Auch deswegen, weil man im letzten Jahr den Verkauf am Totensonntag habe untersagen müssen. „Wir müssen jetzt gemeinsam mit dem Werbering überlegen, wie es zukünftig sein soll“, so der Bürgermeister. 

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