Viele Räder haben den Besitzer gewechselt: Viel los bei der Fahrradbörse der Kolpingfamilie

Fahrradbörse

Die Kolpingfamilie hat mit ihrer Fahrradbörse vor dem Haus Katharina erneut Schwarze getroffen. Bereits zum 49. Mal gab es Räder, Roller und Fahrzeuge für Kinder zu günstigen Preisen.

Olfen

, 07.04.2019, 12:21 Uhr / Lesedauer: 2 min
Viele Räder haben den Besitzer gewechselt: Viel los bei der Fahrradbörse der Kolpingfamilie

Elias nahm gemeinsam mit seinen Eltern das neue Fahrrad genau unter die Lupe. © Beate Dorn

Wir haben exakt 100 fahrbare Untersätze im Angebot“, freute sich Jörg Sander.

Gemeinsam mit Bernhard Rauschning nahm Sander die Endabrechnung vor. „Zehn Prozent der Einnahmen behalten wir ein. Das sind diesmal 400 Euro. 350 Euro gehen an unser Kolpingprojekt für die Berufsausbildung junger Menschen in Afrika. Von den restlichen 50 Euro bezahlen wir unsere Auslagen“, so Sander.

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So war die Fahrradbörse der Olfener Kolpingfamilie

Richtig vol los war auch in diesem Jahr wieder be der Fahrradbörse der kfd in Olfen.
07.04.2019
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Viele Fahrräder wechselten die Besitzer.© Beate Dorn
Hildegard Robert wollte gemeinsam mit ihrer Tochter eigentlich ein Kinderfahrrad kaufen, aber es wurde ein Trettraktor für das Enkelkind.© Beate Dorn
Die Auswahl an Fahrrädern war groß.© Beate Dorn
Vor dem Kauf wurden die fahrbaren Untersätze oft ausgiebig getestet.© Beate Dorn
Vor dem Kauf wurden die fahrbaren Untersätze oft ausgiebig getestet.© Beate Dorn
Die Auswahl an Fahrrädern war groß.© Beate Dorn
Klaus Aufderheide und Paul Sinder kümmerten sich um die Organisation der Fahrradbörse.© Beate Dorn
Georg und Leonard Kortmann brachten ein Kinderrad und einen Bollerwagen zur Fahrradbörse.© Beate Dorn
Elias nahm gemeinsam mit seinen Eltern das neue Fahrrad genau unter die Lupe.© Beate Dorn
Viele Fahrräder wechselten die Besitzer.© Beate Dorn
Josef Bilke trennte sich wegen einer Neuanschaffung von seinem Elektrofahrrad.© Beate Dorn

Der Andrang bei der Fahrradbörse war schon zu Beginn groß. Die Helfer hatten alle Hände voll zu tun, denn logistisch war die Fahrradbörse eine Herausforderung. Ab 10 Uhr sorgten mit Warnwesten ausgestattete Helfer dafür, dass bei der Annahme ein Datenblatt ausgefüllt, die Preisschilder befestigt und alles gut sortiert aufgestellt wurde. Hatten diejenigen, die etwas abgeben wollten, keine Preisvorstellung, standen ebenfalls Mitglieder der Kolpingfamilie beratend zur Seite. Während der Verkaufszeit sorgten sie dafür, dass alle Fahrzeuge, die abtransportiert wurden, einen Aufkleber hatten. Damit wurde die korrekte Kaufabwicklung bescheinigt.

Qualität und Fahrkomfort

Teilweise verwandelte sich das Gelände vor dem Haus Katharina zur Teststrecke. Denn auch wenn die Preise günstig waren, wurde auf Qualität und Fahrkomfort geachtet.

Josef Bilke kam mit einem gut erhaltenen Elektrofahrrad. „Ich habe mit diesem Rad nur noch einen Radius von 60 km. Das ist mir zu wenig, deshalb möchte ich es verkaufen. Ein neues Rad habe ich bereits“, erklärte er. Für Elke Kremer war die Reichweite groß genug. Sie kaufte das Rad und freute sich zudem über einige Ratschläge vom Vorbesitzer. Georg Kortmann kam mit seinem Sohn Leonard. „Wir trennen uns von einem Kinderfahrrad und einem Bollerwagen. Leonard ist einfach zu groß für das Fahrrad geworden und den Bollerwagen brauchen wir nicht mehr“, sagte Kortmann und betonte, dass die Fahrradbörse eine tolle Einrichtung sei. Er habe bereits in der Vergangenheit Räder gekauft. Diesmal würde er Sachen zum Kauf anbieten.

Fackkundige Einblick

Elias (8) schaute mit seinen Eltern vorbei und ergatterte nach einer Probefahrt ein schickes BMX-Rad. „Dieses Rad hat sieben Gänge, einen Halter für eine Trinkflasche und lässt sich gut fahren. Außerdem sieht es richtig gut aus“, freute sich Elias. „Und die Qualität stimmt auch“, meinte sein Vater, der einen fachkundigen Blick auf den ausgewählten Drahtesel warf.

Viele Räder haben den Besitzer gewechselt: Viel los bei der Fahrradbörse der Kolpingfamilie

Die Auswahl an Fahrrädern war groß. © Beate Dorn

„Die Erfahrung zeigt, dass die Kaufinteressenten besonders hochwertige, gut erhaltene Fahrräder zu einem fairen Preis suchen“, bestätigte Paul Sinder. Eine Händlergarantie gibt es nicht „Gekauft, wie gesehen“ sagte Sinder. Doch blind werden die Räder nicht angenommen. „Wir achten darauf, in welchem Zustand die Fahrräder sind. Aber wir sind Laien und können nicht jeden Mangel erkennen. Daher sollten die Käufer einen genauen Blick auf die Ware werfen, bevor sie das Portemonnaie zücken“, so Sinder. Allerdings gäbe es durchaus die Möglichkeit, über die Kolpingfamilie einen Kontakt zwischen Käufer und Verkäufer herzustellen.

Sinder zeigte sich mit dem Verlauf der Fahrradbörse zufrieden. Im Frühjahr sei das Interesse immer größer als im Herbst. Allerdings, so räumte er ein, hätten ebay und ähnliche Verkaufsplattformen durchaus ihre Spuren hinterlassen. Es habe Zeiten gegeben, in den rund 150 Räder ihren Besitzer wechselten.

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