Vinnumer Notunterkunft ist kaum noch belegt

Vor den Feiertagen

Nur 121 Flüchtlinge sind derzeit in der Notunterkunft in Vinnum untergebracht. In der kommenden Woche sollen es sogar noch weniger werden. Vor den Weihnachstagen würden nach Auskunft des DRK-Vorstandes Christoph Schlütermann die Unterkünfte gezielt freigezogen. Wir erklären die Gründe.

VINNUM

, 12.12.2015, 05:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Vinnumer Notunterkunft ist kaum noch belegt

Momentan kommen kaum noch neue Flüchtlinge in der Notunterkunft in Vinnum an.

Damit könne man bei Bedarf über die Feiertage reagieren, so Schlütermann weiter. Allerdings sei in den kommenden Tagen kaum noch mit Neuaufnahmen zu rechnen. „Zurzeit kommen in NRW täglich nur rund 500 Flüchtlinge an. So sind die geschaffen Notunterkünfte kaum noch belegt“, erklärte der DRK-Vorstand.

Es sei nicht davon auszugehen, dass in diesem Jahr die Unterkünfte noch weiterhin in großem Maße belegt würden. So befände sich laut Schlütermann in Nordkirchen kein Flüchtling mehr, in Seppenrade seien es lediglich 18. Die vielen freien Plätze in Notunterkünften würden gern die Kommunen vorübergehend für die ihnen zugewiesenen kommunalen Flüchtlinge nutzen.

Dennoch für plötzliche Neuaufnahmen gerüstet

Auch wenn in den Einrichtungen zurzeit nur wenige Flüchtlinge untergebracht sind, so sei das DRK-Team, so Christoph Schlütermann, für plötzlich angekündigte Neuaufnahmen gerüstet. Schlütermann: „Wir nutzen die Zeit auch um Überstunden abzubauen.“ Zudem könnten die Mitarbeiter nun Dinge in den Einrichtungen erledigen, wozu bisher keine Zeit war. In Vinnum wird die Einrichtung auch noch winterfester gemacht. So werden die Wände der Leichtbauhallen zusätzlich abgedichtet.

„Die Bürgermeister vieler Kommunen laufen Sturm, doch möchte das Land keine Unterbringung von kommunalen Flüchtlingen in den Notunterkünften.“ Das Land sei der Absicht, man könne dann nicht reagieren, wenn es plötzlich wieder einen Flüchtlingsstrom gibt. „Das Land hat damals um Amtshilfe bei den Kommunen gebeten, warum kann es dies jetzt nicht anders herum gehen.“

Eine zentrale Unterbringung?

Wie der DRK-Vorstand erklärte, wolle man wohl Mitte Januar die Situation neu beurteilen. Es werde unter anderem daran gedacht, auf dem ehemaligen Kasernengelände in Dülmen eine zentrale Unterbringung für bis zu 1000 Flüchtlinge zu errichten. Wie es dann mit den bestehenden Unterkünften weitergehe, könne man noch nicht sagen.

In unserem Live-Blog berichten wir über die aktuellen Ereignisse der Unterkünfte in Bork, Vinnum und Nordkirchen:

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