Wenn Fans von Bundesligisten gemeinsam feiern

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Menschenkicker, Hüpfburg, Kinderschminken, Würstchen und Steaks vom Grill und Waffeln mit dem Brandzeichen des 1. FC Köln gab es. Bei einem ungewöhnlichen, aber für Olfen normalen Fest.

Olfen

, 10.09.2019, 15:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sogar ein Teilstück der Funnenkampstraße zwischen De Paot und Greskamp war abgesperrt. Die Organisatoren des Fanclubfestes hatten am Samstag, 7. September, wieder alles gut für ihr gemeinsames Fanclubfest vorbereitet. Königsblaue, grün-schwarze, rote Trikots für Köln und Bayern tummelten sich auf dem Festgelände.

Dirndl mit Wappen

Claudia Malkemper trumpfte mit einem gelungenen Outfit auf, das vielfach bewundert wurde: Sie hatte sich zu ihrem Dirndl eine Schürze mit allen Wappen der Vereine und dem Olfener Stadtwappen genäht. Um als Anhängerin von Borussia Mönchengladbach dann doch erkennbar zu sein, hatte sie noch den Fanschal umgelegt.

Wenn Fans von Bundesligisten gemeinsam feiern

Da staunten nicht nur Bayernfans: Claudia Malkemper nähte sich eine Fanclubschürze zum Dirndl. © Antje Pflips

„Wir müssen nachher noch zu den Schützen nach Kökelsum“, erklärte sie ihr Aussehen. Als amtierende Schützenkönigin von Olfen nahm sie ihre Repräsentationspflichten ernst. Nur die Schwarz-Gelben schienen an diesem Tag etwas Besseres vorgehabt zu haben. „Es ist schon schade, dass nicht so viel gekommen sind“, meinte enttäuscht Willi Merten, Vorsitzender der Schwarz-Gelben Garde Olfen, und musste sich einige Häme der anderen Fans anhören.

Keine zehn Mitglieder des BVB-Fanclubs waren zu sehen. Generell war die Resonanz nicht so hoch, wie in den Vorjahren. „An diesem Wochenende ist ja auch an anderen Orten viel los. Dort sind unsere Fanmitglieder auch dabei“, meinte Martina Marott-von Stetten von den Steverknappen.

Spaß beim Menschenkicker

Ursprüngliche Gruppierungen für den Menschenkicker mussten verworfen werden. Doch die gemischten Gruppierungen hatten beim Spiel ihren Spaß. Sie schonten sich nicht beim Versuch, den Ball ins Tor zu kicken. Dabei mussten sie immer eine Hand an der Stange halten, was zu komischen Verrenkungen führte. Oft wagten sie hohe Flanken, die dann das Feld nicht mehr trafen, sondern außerhalb landeten.

Für die entsprechende Geräuschkulisse sorgten die Zuschauer, die ihre Spieler anfeuerten. Kommentiert wurden die Begegnungen von Klaus Pohlmann, der Musik und Beschallung regelte.

Schminkstand umlagert

Am Grillstand standen Ralf Gosmann und Hubert Besken „unter Strom“. Nach der Devise „Würstchen geht immer“ versorgten sie die Fans mit deftigen Lebensmitteln. Am Kinderschminkstand von Birgit van Elst bildete sich hingegen immer wieder eine Warteschlange. Sie zauberte bunte Motive mit und ohne Glitzer auf die Gesichter der Kinder, die freudestrahlend mit neuem Aussehen herumtollten.

Wenn Fans von Bundesligisten gemeinsam feiern

Jan, Philipp, Diana und Celine ließen sich schminken. © Antje Pflips

Diana, Celine, Jan und Philipp gehörten zu denen, die sich Schmetterlinge aufmalen ließen. Mit kleinem BVB-Emblem auf der Stirn. Der Clou: Die Muster der Jungs waren in pink. „Das wollten wir so. Das ist doch cool“, meinten beide selbstbewusst. Die Mädchen hielten sich an die traditionellen Farben: schwarz und gelb.

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