Wie hat er das gemacht? Im Garten von Günther Rau wächst eine Drei-Meter-Tomaten-Pflanze

rnBesondere Pflanze

Ganze drei Meter ragt die Pflanze in Günter Raus Garten in die Höhe. Ein Wunder, selbst für den erfahrenen Tomatenzüchter. Wie er das geschafft hat, hat er uns verraten.

Olfen

, 09.09.2019, 11:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Betritt man den Garten des 90-Jährigen Günter Rau wird sofort klar, hier ist jemand am Werk, der weiß, was er tut. Das Gras strahlt trotz des trockenen Sommers in einem satten Grün, die Pflanzen reichen von Rettich und Sellerie, bis hin zu Roter Beete, Paprika und Sonnenblumen.

Und dann sind da natürlich noch die Tomaten. Zahlreiche Sträucher ragen neben dem Gewächshaus in die Höhe, aber keine sticht so sehr ins Auge wie der Star des Gartens: eine Tomatenpflanze mit einer stolzen Höhe von ganzen drei Metern.

Das Gärtnern begleitet Günter Rau schon sein ganzes Leben lang

Der gebürtige Castrop-Rauxler hat schon viel in seinem Leben erreicht. Bereits mit 14 Jahren war er Rettungsschwimmer, hat im Kindesalter das Klavierspielen gelernt, war Fußballtrainer, Chemielaborant und Hausmeister. Und in all der Zeit begleitete ihn die Leidenschaft fürs Gärtnern.

Wie hat er das gemacht? Im Garten von Günther Rau wächst eine Drei-Meter-Tomaten-Pflanze

Nicht nur Tomaten blühen in Günter Raus Garten. Auch Rettich, Sellerie, Paprika und vieles mehr pflanzt der 90 Jährige selber an. © Mona Wellershoff

„Seit meiner Jugend an habe ich immer einen Garten gehabt“, erinnert Rau sich, „und habe auch schon immer Tomaten angepflanzt, aber so ein Wunder habe ich noch nie gehabt“.

Der erfahrene Gärtner setzt auf rein natürliche Mittel

Doch welche Tipps stecken hinter der Riesenpflanze? „Ich dünge zwei Mal im Jahr. Einmal Anfang Mai und dann noch einmal im Spätherbst. Und zwar nur mit natürlichen Mitteln, ohne jegliche Chemikalien, immer mit Kuhmist“, verrät Rau.

Außerdem sollten die Tomaten immer draußen an der frischen Luft gehalten werden. „Im Gewächshaus haben sie kaum eine Chance“, weiß der Hobbygärtner.

Zudem hat der 90-Jährige einen Brunnen in seinem Garten, weshalb die Pflanzen auch im trockenen Sommer immer ausreichend Wasser bekommen haben. „Dass die Pflanze so hoch wird, da hätt ich aber selber nie mit gerechnet“, gesteht er.

Tomatenpflücken in drei Metern Höhe

Die Drei-Meter-Pflanze bringt allerdings auch ihre Schwierigkeiten mit sich. Beispielsweise muss Rau auf eine Leiter klettern, um an alle Tomaten heran zu kommen - „Das waren vielleicht viele, und was hab ich da schon alles abgepflückt“, sagt Rau lachend. „Natürlich freuen wir uns über die vielen Tomate, sie sind auch sehr gesund, aber es sind viel zu viele für den Eigenbedarf.“

Aus diesem Grund friere er manche der roten Früchte ein, um später Suppe daraus zu machen. Über den größten Teil der Ernte dürfen sich allerdings die Nachbarn freuen.

Wie hat er das gemacht? Im Garten von Günther Rau wächst eine Drei-Meter-Tomaten-Pflanze

Unzählige Tomaten konnte der Rentner dieses Jahr ernten. Zu viele für den Eigenbedarf - das Meiste wird an die Nachbarn verschenkt. © Mona Wellershoff

Durch die Riesenpflanze lebt ein eigentlich beendetes Hobby wieder auf

Für die drei Meter Pflanze kehrt der 90-Jährige sogar zu einem alten Hobby zurück - „Früher hab ich Tomatensamen gezüchtet. Heute mach ich das nicht mehr, da bin ich zu alt für. Aber als mein Neffe die Pflanze gesehen hat, meinte er nur ‚Onkel Günter, davon musst du Samen züchten!‘, und das werde ich wohl wirklich tun.“

So bleibt abzuwarten, ob der Olfener im nächsten Jahr seinen eigenen Rekord brechen wird und die Nachbarn sich auf eine weitere Ration frischer Tomaten von einer Riesenpflanze freuen dürfen.

Das ist typisch Tomate:
  • Sie ist eine Pflanzenart aus der Familie der Nachtschattengewächse und kommt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika.
  • Tomaten gehören zum sogenanten „Fruchtgemüse“, sprich: Sie sind eine Mischung aus Obst und Gemüse.
  • Es gibt über 1000 verschiedene Tomatensorten.
  • Sie sind super gesund: haben wenig Kalorien, einen hohen Vitamin C Gehalt, helfen bei der Regulierung des Blutdrucks, helfen gegen Zerstörung gesunder Hautzellen und können sogar einer Herz-Kreislauf-Erkrankung vorbeugen.
  • Es gibt sie auch in Grün. Sie verfärben sich nicht, da ihnen der Farbstoff (Lycopin) fehlt. Aber Vorsicht: unreife, auch (noch) grüne Tomaten können leicht giftig sein.
  • Tomaten sollten besser nicht in unmittelbarer Nähe von anderem Obst und Gemüse gelagert werden, da ihr Reifegas Ethylen andere Früchte schneller faulen lässt.
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