Winterdienst: Vorsicht in Kreisverkehren und auf Gehwegen

Inteview auf dem Bauhof

OLFEN Eis, Schnee, glatte Straßen. Für die Verkehrsteilnehmer hält der Winter immer wieder unliebsame Überraschungen bereit. Matthias Münch sprach darüber mit Wilhelm Dirkmann dem stellvertretenden Leiter des Olfener Bauhofes.

29.12.2009, 17:52 Uhr / Lesedauer: 2 min

An den kalten Tagen mussten wir fünf bis zehn Tonnen Salz streuen, um die Straßen und Wege sicher zu machen. Erst am Montag haben wir eine neue Salzlieferung bekommen. Splitt verwenden wir nicht, weil der in die Kanäle gespült wird, die man dann wieder aufwändig reinigen müsste. Der Arbeitstag beginnt im Winter früh. Ein Mitarbeiter nimmt die Straßenverhältnisse in Augenschein. Wenn es glatt ist, ruft er einen zweiten Kollegen. Um 5 Uhr starten sie dann vom Bauhof zum Streueinsatz.

Wir streuen alle Fußwege im Ortskern, die der Stadt gehören. Zum Beispiel vor den Schulen und Kindergärten. Auch am Altenheim St. Vitus-Stift ist es wichtig. Der Bauhof ist auch für alle Gemeindestraßen zuständig. In der Schulzeit müssen ebenfalls die Wirtschaftswege, die die Schulbusse nehmen, gesichert werden und in Extremfällen auch die Strecke des Bürgerbusses. Die Bürger müssen nur die Bürgersteige an ihren Grundstücken sichern, aber keine Straßen.

Über die Feiertage war es ruhig. Jeweils vier Personen hielten über Weihnachten hier die Stellung. Denn es kann ja immer etwas sein. Und für Sonntag war Regen angesagt. Zwar lagen die Temperaturen über null. Eine Garantie, dass alle Straßen frei befahrbar sind, ist dies jedoch nicht. Die große Gefahr ist Blitzeis. Der Boden ist noch gefroren. Da genügt ein wenig Wasser und trotz der Temperaturen über null wird es glatt. Deshalb war der Bauhof am Sonntag nach Weihnachten im Streueinsatz.

Besonders in Kreisverkehren und auf Gehwegen muss man vorsichtig sein. Gerade diese Bereiche sind unglaublich tückisch.

Auch über Silvester und Neujahr wird der Bauhof nicht verwaist sein. Zwei Männer sind vor Ort und haben Streubereitschaft. Einer ist zudem, wenn es eng werden sollte, immer über das Handy zu erreichen. Noch melden die Wetterdienste zwar keine Glatteisgefahr, aber wir wollen sicher gehen, dass die Bürger nur im übertragenen Sinne ins neue Jahr rutschen.

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