„Wir sind sprachlos und überwältigt“: Maxim (2) hat Lebensretter gefunden

Stammzellspende

Die Olfener Oma des zweijährigen Maxim hatte vor vier Monaten die Suche nach einem passenden Stammzellspenden für ihren Enkelsohn begonnen. Jetzt gibt es gute Nachrichten.

Olfen

, 25.09.2021, 07:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Olfenerin startet Aktion, um Stammzellspender für Enkel zu finden

Die Familie von Maxim bei der lebensrettenden Transplantation. © DKMS

Wirbelwind Maxim soll leben! Es ist vier Monate her, dass dieser Aufruf auch durch die Stadt Olfen ging: Die Oma des zweijährigen Maxim wohnt in Olfen - und beteiligte sich natürlich an der Suche nach einem geeigneten Stammzellspender für ihren an Blutkrebs erkrankten Enkelsohn. Jetzt gibt es gute Nachrichten. „Maxim hat Glück: Er hat seinen Lebensretter gefunden und wurde bereits transplantiert. Seine Eltern und seine große Schwester sind überglücklich“, erklärt die Organisation DKMS am Donnerstag (23. September).

1115 Menschen waren vorher dem Aufruf der Familie gefolgt, hatten eine Probe abgegeben und sich in der DKMS-Datenbank registrieren lassen. „Ein unglaubliches Ergebnis“, so die Organisation, die sich zur Aufgabe gemacht hat, Blutkrebs zu besiegen.

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Es war Anfang Juli, die erlösende Nachricht kam, dass ein Spender gefunden ist. „Wir haben vor Freude geweint, waren aber auch sehr ängstlich. Es hieß schon mal, es gäbe einen Spender und dem war dann nicht so. Die Angst, dass der Spender krank werden oder einen Rückzieher machen könnte, war sehr groß“, sagt Maxims Olfener Großmutter. Die Sorgen der Familie sind aber unberechtigt. Vor wenigen Tagen, am 16. September, wurde Maxim transplantiert. Maxims Eltern, die in Düsseldorf leben, sind überglücklich: „Tag 0 - unser Spender-Engel hat alles gegeben, 1100ml Knochenmark. Wir sind sprachlos und überwältigt, unsere Dankbarkeit lässt sich nicht durch Worte ausdrücken.“

„Du hast uns das Größte geschenkt“

Die Identität der Spenderin oder des Spenders erfahren sie erst nach zwei Jahren. „In der Zwischenzeit ist allerdings eine anonyme Kontaktaufnahme möglich: Über die DKMS dürfen Briefe oder Geschenke ausgetauscht werden. Nach Ablauf der vorgesehenen Kontaktsperre können sich Maxims Eltern mit ihrem Retter oder ihrer Retterin dann auch direkt schreiben oder persönlich treffen“, erklärt die DKMS.

Der Spender oder die Spenderin hat von Maxims Eltern folgende Nachricht erhalten: „Lieber Spender, wir wünschen dir alles Glück dieser Welt. Du hast uns das Größte geschenkt - eine Chance auf Leben, Zeit mit unserem Sohn, unserem geliebten Kind! Wir können es kaum erwarten, dich in zwei Jahren in unsere Arme zu schließen!“

Gerade ist der Zweijährige leider krank und hat eine Schleimhautentzündung.„Unser Sohn bekommt entsprechende Medikamente, auch das wird er meistern. Wir sind zuversichtlich, dass jetzt alles gut wird. Es ist unglaublich, wie stark so kleine Kinder sein können. So schrecklich diese Krankheit auch ist, versuchen wir dem Ganzen immer noch etwas Positives abzugewinnen. Wir haben viel gelernt: Nichts ist wichtiger als unsere kleine Familie. Man lässt sich nicht mehr durch unwichtige Sachen stressen. Haushalt, Beruf, Geld – all das sind Nebenschauplätze, wenn plötzlich das Leben bedroht ist. Kein Tag ist verschwendet, jeder Tag ist ein Geschenk. Und wir werden unser Leben in vollen Zügen genießen“, erklären Markus und Gina, Maxims Eltern.

Viele Blutkrebspatienten und -patientinnen haben nicht so viel Glück wie Maxim und suchen immer noch nach einer passenden Spende. Steffi Doss von der DKMS und Maxims Familie bitten: „Die Diagnose Blutkrebs verändert das Leben jeder betroffenen Familie von einer Sekunde auf die andere. Wenn man die Chance hat, jemandem auf einfache Weise das Leben zu retten, dann sollte man das unbedingt tun.“

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