Zwischen Lebenserfahrung und Flachwitz: Der „King of Pott“ unterhält im Leohaus in Olfen

rnGünna Knust

Einen Stehtisch und einen Barhocker, mehr braucht Bruno „Günna“ Knust nicht, um den Gästen im Leohaus einen witzigen Abend zu bereiten. Darum ist Sprache für ihn wie ein paar Schuhe.

Olfen

, 31.10.2019, 14:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bruno „Günna“ Knust ist auf Einladung des Kunst- und Kulturvereins Olfen am Mittwochabend im Leohaus aufgetreten. Mit seinem Programm „Auswärtsspiel“ sorgte er für gute Stimmung bei den 180 Zuschauern.

„Mein Name ist Günna. Es gibt Gegenden in Deutschland, da sagste Günther, aber hier im Großraum Westfalen, im Zentrum der hochdeutschen Sprache, heißt das Günna. Sprache muss bequem sein wie ein paar Schuhe. Kurze Wege, Mittelfeld, ratzfatz fertig ab“, erklärte der „King of Pott“ und schaffte es tatsächlich, viel Witz in die Show zu packen.

Günna braucht nicht viel

Für den unterhaltsamen Abend mit „Günna“ brauchte es nicht viel, ein Stehtisch, ein Barhocker und eine Flasche Wasser. Der Dortmunder plünderte den Erfahrungsschatz seines eigenen Lebens, schilderte absurde Situationen und Anekdoten. Egal ob Komik oder Flachwitze, er schreckte vor kaum einem Thema zurück.

Treffend, schonungslos, aber mit Herz und Verstand ging es um das Eheleben, Kinder, Rentner, Doofe, Fußball, den Ruhrpottler an sich und den Strukturwandel. Günna bezeichnete sich als positiven Menschen, der aber regelmäßig an seine Grenzen stößt. „Jeder kann machen was er will, aber nicht mit mir“ stellte er klar. Er wolle sich auch nicht aufregen, aber andere Leute regen ihn auf.

Quittung für die Steuer

Am Ende der Veranstaltung gestand Ulrich Haas vom Kulturverein: „Wir haben einen Fehler gemacht. Wir hätten keine Eintrittskarten sondern Quittungen verkaufen sollen. Dann könnte man das, was in diesem Workshop an Lebenserfahrung gelehrt wurde, von der Steuer absetzen.“

Für Gitta Dönicke war Günna kein Unbekannter: „Ich war schon oft in seinem Theater in Dortmund. Ein Abend mit ihm ist nie langweilig. Ich mag ihn, so wie er ist“, sagte sie. Auch Egbert Lautenschläger freute sich über den gelungenen Abend: „Ich habe sehr viel gelacht.“

„Es war sehr lustig“

„Ich habe ihn noch nie live gesehen. Es war sehr lustig. Dieser einfache Ruhrpottwitz ist mal etwas anderes, auch wenn mir einige Sachen sehr bekannt vorkamen“, kommentierte Franz-Josef Frie.

Die Frage, was man von so einem Abend mitnehmen könnte, beantwortete Günna selbst: „Draußen ist ein Stand, können sie alles mitnehmen was da ist. Zum Beispiel das Wortposter mit den wichtigsten westfälischen Wörtern wie Maloche, für lau, Kasalla oder Schmackes. Das kann man zuhause aufhängen. Wenn die buckelige Verwandtschaft zu Besuch kommt und man sich unterhält, braucht man nur abhaken und Bingo rufen. Dann habt ihr das Familienduell gewonnen.“

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