Ausnahmetalent am Klavier

Danae Dörken in Schloss Raesfeld

RAESFELD Sie bezauberte mit ihrem Klavierspiel bereits Condoleeza Rice und den Dalai Lama. Die 18-jährige Pianistin Danae Dörken brillierte nun auch in Schloss Raesfeld.

von Von Werner Wenig

, 15.03.2010, 18:17 Uhr / Lesedauer: 2 min
Danae Dörken bei "Best of NRW".

Danae Dörken bei "Best of NRW".

Wer sie hört, ist schnell überzeugt, dass die 1991 in Wuppertal geborene Musikerin ein Ausnahmetalent ist. Seit ihrem fünften Lebensjahr spielt sie Klavier, und seit 1999, da war sie erst acht Jahre alt, tritt sie bei wichtigen internationalen Konzerten auf. Ganze Tourneen hat sie erfolgreich hinter sich gebracht, und sogar für ranghohe Persönlichkeiten gespielt. Die Zuhörer, die sie in Raesfeld erlebten, spürten, dass sie eine ganz große Karriere vor sich hat. Denn das, was sie dort präsentierte, war Klaviermusik der Spitzenklasse. Sie begann mit der Partita a-moll von Johann Sebastian Bach, die Teil der „Clavierübungen“ sind. Bach schrieb sie zwischen 1731 und 1741 als vierteilige Sammlung für Cembalo und Orgel. Das Wort „Übung“ ist allerdings irreführend, denn die „Clavierübungen“ sind äußerst schwer zu spielen. Danae Dörken bewies hier ihr ganzes Können. Sie spielte die Sätze progressiv, auch die schwierigen Passagen meisterte sie mit einer Leichtigkeit, die sie geradezu spielerisch wirken ließen.

Es folgten Brahms Klavierstücke op. 118, die bekannt für ihre Dynamik sind. Danae Dörken spielte sie ausdrucksstark, technisch perfekt und mit großer Leidenschaft. Die Kompatibilität der Sätze, ihre fließende Interpretation hauchten den Stücken Seele ein. Mehr kann man aus einem Klavier nicht herausholen. Dies gilt auch für die „Moments musicaux“ von Sergej Rachmaninov und die „Rigoletto Paraphrase“ von Franz Liszt. Die Pianistin wird den Komponisten gerecht, indem sie sich hörbar in deren Intentionen hineinfühlt. Die Zuhörer im voll besetzten Rittersaal dankten es ihr mit nicht enden wollendem Applaus. Als Zugabe spielte sie aus den Fantasiestücken op. 12 von Robert Schumann den ersten Satz: „des Abends“. Danae Dörken hat in Raesfeld überzeugt und mit ihrem Konzert dem Slogan „Best of NRW“ ein Gesicht gegeben.