Beim Fußballspielen als Mannschaft zusammenwachsen

Offenes Training der Jugendhäuser

Sehr beliebt ist das Fußballtraining, das vom Jugendhaus Raesfeld seit November jeden Montagabend angeboten wird. Jeweils von 20 bis 22 Uhr spielen Kinder und Jugendliche in den Turnhallen der Grundschulen in Raesfeld und Erle.

Raesfeld-Erle

, 11.02.2016, 17:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Beim Fußballspielen als Mannschaft zusammenwachsen

Das offene Fußballtraining der Jugendhäuser in Raesfeld und Erle ist an den Montagabenden (nicht nur) bei den jungen Flüchtlingen sehr beliebt.

Rund 20 bis 25 junge Menschen kämen jedes Mal, so der Raesfelder Jugendhausleiter Philipp Hatkämper. „Am Anfang waren es fünf bis sechs.“ Erst werden Mannschaften gebildet, dann kleine Turniere gegeneinander gespielt, beschreibt Hatkämper das Training. Gerade jungen Asylbewerbern biete das offene Training die Möglichkeit, im Winter jenseits von Vereinen Fußball in der Halle zu spielen. Rund die Hälfte der Teilnehmer, schätzt Hatkämper, seien als Flüchtlinge nach Raesfeld und Erle gekommen.

Orte der Integration

Die Jugendhäuser seien immer schon Orte der Integration gewesen, an denen viele Gruppen aufeinandertreffen und lernen, miteinander umzugehen, so Hatkämper. Beim Fußballtraining kommuniziere man auf Englisch, „einige auch auf Arabisch“, so Hatkämper. „Es werden viele unterschiedliche Sprachen gesprochen, aber alle spielen zusammen einen Sport.“

Erst habe man auch Basketball gespielt, erzählt Hatkämper, der Fußball habe sich aber als beliebtester Sport herauskristallisiert. Am Montag (15. Februar) werden die Jugendhäuser Erle und Raesfeld bei einem kleinen Turnier in der Turnhalle der Silvesterschule gegeneinander antreten. Am Donnerstag (18. Februar) spielen die beiden Jugendhäuser bei einem Turnier in Reken mit, das vom dortigen Jugendhaus mit anderen Jugendhäusern organisiert wird.

"Lebt vom Teamgeist"

„Fußball ist ein Mannschaftssport, der von Teamgeist lebt und ein Zusammenspielen notwendig macht. Beim Fußball bauen die Kinder und Jugendlichen Barrieren ab, die sonst im Alltag schwieriger zu überwinden sind“, so Hatkämper, der besonders den Gemeinschaftscharakter des Trainings lobt. Wer Interesse an einem Probespiel habe, sei eingeladen mal vorbeizuschauen und eine Runde mit den Jungs und Mädels zu kicken.

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