Sprunghafte Entwicklung im Kreis Borken - und eine Unsicherheit

Coronavirus

Die Zahl der Infizierten im Kreis Borken sind von Sonntag auf Montag sprunghaft gesunken. Eine Großtestung in den Niederlanden könnte diese Entwicklung aber wieder umkehren.

Raesfeld

, 25.05.2020, 13:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Fahnen wehen an einem Eingang zum Firmengelände des Lebensmittel-Herstellers Vion im Niederländischen Groenlo. In einem niederländischen Schlachthof in Groenlo unweit der Grenze zu Deutschland sind 147 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Fahnen wehen an einem Eingang zum Firmengelände des Lebensmittel-Herstellers Vion im Niederländischen Groenlo. In einem niederländischen Schlachthof in Groenlo unweit der Grenze zu Deutschland sind 147 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. © dpa

Wie der Kreis Borken meldet, ist die Zahl der Infizierten von Sonntag auf Montag um 26 von 143 auf 117 gesunken. Zwei neue Infektionen kamen hinzu (insgesamt 1046), 28 Personen wurden neu als gesundet eingestuft (insgesamt 891). Weiter sind im Kreis 38 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus zu beklagen. In Raesfeld gelten weiter zwei Personen als infiziert.

Aufmerksam beobachtet der Kreis die fleischverarbeitenden Betriebe. Am Freitag (22. Mai) wurden erneut Tests im Zusammenhang damit gemacht. Bei einem ähnlichen Test in Schöppingen wurden vor 14 Tagen 34 Personen positiv getestet. Bei diesen und den in Quarantäne befindlichen Kontaktpersonen wurde nun erneut ein Abstrich gemacht.

Zwei der insgesamt 78 Tests sind positiv. Diese Personen und ihre Kontaktpersonen bleiben weiter unter Quarantäne. Der Rest konnte aus der Quarantäne entlassen werden, was den sprunghaften Anstieg der „Gesundeten“ erklärt.

Tests in den Niederlanden

Unklar ist, welche Auswirkungen eine Großtestung in den Niederlanden bei einem Schlachthof in Groenlo hat. 147 positive Tests gab es dort. „Nach ersten Erkenntnissen lebt ein großer Teil der Infizierten in Deutschland“, so der Kreis. Bislang lägen ab keine Informationen vor, wie viele Personen im Kreis wohnen. Die Lokalzeitung „De Gelderlander“ spricht von 79 Infizierten, die in Deutschland wohnen.

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