Coronavirus: Bühne und Leinwand stehen - Autokino gibt’s aber nicht

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Die Idee, in Erle ein Autokino anzubieten, hat Johannes Gülker nach den letzten Corona-Lockerungs-Ankündigungen des Landes gleich wieder beerdigt. Das Festivalgelände wird trotzdem genutzt.

Raesfeld

, 28.05.2020, 14:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wirklich planbar ist in Corona-Zeiten fast nichts mehr. Das musste auch Johannes Gülker, Chef des „DTW Sound & Light Service“, in dieser Woche erfahren. Seine Idee, neben einer Autodisko am Freitag (29. Mai) auch dienstags einen Autokino-Tag auf der Schützenfestwiese an der Marienthaler Straße in Erle anzubieten, hat er wieder eingestampft, als er hörte, dass das Land wieder Treffen von zehn Personen in der Öffentlichkeit erlaubt. „Autokino läuft jetzt nicht mehr“, glaubt er.

Am Donnerstag war Gülker noch mit dem Aufbau der 12 Meter breiten, 10 Meter tiefen und 10 Meter hohen Bühne beschäftigt. Die würde in diesem Sommer normalerweise auf diversen großen Festivals stehen.

Hohe Konventionalstrafe angedroht

Zuletzt hatte Gülker nach einem Partner, etwa einem Kino, gesucht, um Filme zeigen zu können. Ein Erlebnis, das ein anderer Veranstalter machte, hat auch zu Gülkers Entschluss beigetragen, vom Autokino Abstand zu nehmen: „Er hatte eine vorläufige Lizenz und schon alle Tickets verkauft. Und dann wurde die Lizenz eine halbe Stunde vor dem Termin zurückgezogen.“ Mit Androhung einer hohen Konventionalstrafe bei Zuwiderhandlung! „Was macht man dann?“, fragt Gülker.

In ein Festivalgelände wurde der Erler Schützenfestplatz verwandelt.

In ein Festivalgelände wurde der Erler Schützenfestplatz verwandelt. © Berthold Fehmer

Einige Antworten, wenn auch nicht alle, hat Gülker bereits. Nach der Autodisko am Freitagabend wird es am Sonntagnachmittag (31. Mai) ab 15.30 Uhr ein Musiktheater auf der großen Bühne und Leinwand geben - für Kinder und Familien! „Honk und Hanna und die Seifenblase“ heißt das Stück, das im Auto verfolgt werden kann. Zwischen 10 und 25 Euro kosten Tickets für zwei bis fünf Autoinsassen.

Dicker Kuschelhund

Der dicke Kuschelhund Honk bekommt im Stück von seiner Besitzerin Hanna (Schauspielerin Mareike Lenz) Seifenblasen geschenkt. Jede Seifenblase erfüllt Honk einen Wunsch. Doch sobald die Seifenblasen platzen, verschwinden auch die gewünschten Dinge. Deshalb reisen Honk und Hanna zum Nordpol, um eine Seifenblase einzufrieren. Zum Schluss ist nur noch Seifenlauge für eine Seifenblase übrig.

Am 6. Juni (Samstag) ist die nächste Veranstaltung geplant: Die Erler Schützenparty 2020. Nicht der Schützenverein ist Gastgeber, sondern DTW und der „Erler Kultur Sommer“. Gleichwohl unterstützen die Schützen die Party, die um 20 Uhr mit dem Antreten der Schützen auf dem Festplatz beginnt. „Anfahren“ wäre wohl der bessere Ausdruck, denn das passiert im Auto. Die Erler Jäger spielen, Präsident Arno Brömmel begrüßt ebenso wie das Königspaar die Gäste. Bis 24 Uhr soll gefeiert werden.

Tickets gibt es für beide Veranstaltungen unter erler-kultur-sommer.de . Vier Wochen will Gülker auf der Festwiese Angebote machen. Noch stecke er in Verhandlungen mit vielen Künstlern, aber schon bald könne er mehr zum Programm sagen.

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