Erdgas-Aufsuchungsfeld Saxon I-West: Wie geht es in Zukunft weiter?

Kommune will mitreden

Das Thema Fracking beschäftigte zum Jahresende noch einmal die Kommunalparlamente in Raesfeld und Schermbeck. Am 14. März 2014 läuft das Erlaubnisrecht zur Aufsuchung von Erdgas des englischen Konsortium Dart Energy aus.

Raesfeld/Schermbeck

17.12.2013, 18:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Trinkwasser hat Vorrang“, fügte Rupert Koller (UWG) hinzu. „Haben wir keinen Rechtsanspruch?“, wollte Hans-Dieter Strothmann (CDU) wissen. Als Erste bei der Aufstellung eines Betriebsplans wäre die Gemeinde gehört worden. „Zu spät“, meint der Rat. Die Ratsmitglieder drängten in der Diskussion auf eine frühere Beteiligung. „Vorerst wird nichts entschieden. Das Fracking-Moratorium der Landesregierung hat alle Aktivitäten gestoppt“, erklärte Andreas Nörthen von der Bezirksregierung Arnsberg, zuständig für Bergbauangelegenheiten. Da die Rechte-Inhaber bisher noch keine Untersuchungen durchführen konnten, ist einen Verlängerung wahrscheinlich, um das Recht auf Nutzung der Bodenschätze zu wahren.

Bisher gibt es nach Angabe von Andreas Nörthen noch keinen Antrag. „Die konnten bisher nichts unternehmen“, betont Nörthen. Selbst wenn ein Antrag auf Untersuchung gestellt würde (seismisch oder durch Bohrungen), würde nach Aussage der Bezirksregierung die Gemeinde vorher angehört. Das Aufsuchungsfeld Saxon I-West liegt unter einem südlichen Teil Raesfelds und unter einem nordwestlichen Teil Schermbecks.

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