Die Erler Femeiche wird Nationalerbe-Baum. © Berthold Fehmer (A)
Femeiche

Erler Femeiche soll Nationalerbe-Baum werden

600, 850 oder gar mehr als 1.000 Jahre? Das Alter der Erler Femeiche kann nur grob geschätzt werden. Doch ihre Bedeutung soll mit dem Titel „Nationalerbe-Baum“ gewürdigt werden.

Das Kuratorium Nationalerbe-Bäume in der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft e.V. (Verein für Baumkunde) beabsichtigt, die Erler Femeiche wegen ihrer Einmaligkeit und Besonderheit zum Nationalerbe-Baum zu ernennen.

Am Samstag (30.10.) soll die Ausrufung mit einer Laudatio auf den Baum und einer Tafel-Enthüllung gefeiert werden. Die Femeiche würde sich dann in illustrer Gesellschaft befinden, denn laut der Homepage nationalerbe-baeume.de wird sie als bislang zehnter Baum mit dieser Ehre gewürdigt. 13 Bäume wurden vom Kuratorium als Kandidaten ausgewählt.

Bessere Bedingungen für ein hohes Alter

Das Kuratorium geht davon aus, dass es in Deutschland „zu wenige wirklich alte Bäume, womöglich keinen einzigen über 1.000 Jahre“ gebe. „Daher sollen für 100 ausgewählte potenzielle zukünftige Uralt-Bäume mit der neuen Kategorie Nationalerbe-Baum und der damit verbundenen stärkeren Beachtung und Förderung sowie sensibler Pflege verbesserte Bedingungen für das hohe Alter geschaffen werden.“

Mit 12,45 Metern Stammumfang (um die lebenden Stammteile herum gemessen) sei die Femeiche wohl auch die dickste Eiche Deutschlands und mit Urkunden belegt der älteste und bekannteste Gerichtsbaum Mitteleuropas (seit 1363). Mit der Auszeichnung verbunden ist die Finanzierung zukünftig notwendiger Pflege-, Sicherungs- und Schutzmaßnahmen gemeinsam mit der Kirche als Eigentümerin, der Gemeinde und dem Landkreis. „So soll diese herausragende Stieleiche noch weitere Jahrhunderte der Nachwelt erhalten bleiben und in Würde altern.“

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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Berthold Fehmer