Erler Kirchplatz wird ab dem 15. Juni umgebaut

rnKirchplatz

Der Erler Kirchplatz soll ab dem 15. Juni umgebaut werden. Wie, das erläuterte Bernd Roters von der Raesfelder Bauverwaltung. Und was ab jetzt jedes Jahr am Kirchplatz gemacht werden muss.

Raesfeld

, 22.01.2020, 12:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Beleuchtung und das Pflaster hatte der Bau- und Liegenschaftsausschuss bereits im vergangenen Jahr ausgesucht. Barrierefreiheit spielte bei der Neugestaltung des Platzes um die Silvesterkirche eine große Rolle, doch diesen Faktor der Gestaltung komplett überordnen wollten die Planer auch nicht.

Taktile und Aufmerksamkeits-Platten, also weiße Platten mit Rillen und Noppen, die Sehbehinderte zur Orientierung nutzen können, wird es am Kirchplatz in Erle nicht geben. „Die weißen Platten müssten wir um die ganze Kirche ziehen. Da hätten wir mehr weiße Platten als alles andere“, so Roters.

Silberne Nägel im Pflaster

Stattdessen wird der Innenkreis des Rundwegs mit einer „Rollschicht“ eingefasst, also einem zwei Zentimeter höheren Band aus Pflastersteinen, an denen die Sehbehinderte laut Roters entlangtasten können. Vorbild sei der Inklusionsweg am Schloss Raesfeld. Statt der weißen Aufmerksamkeitsplatten mit Noppen an den Eingängen soll es in Erle silberne Nägel im Pflaster geben, die die Eingänge für Sehbehinderte kennzeichnen.

Eine Verbesserung in Richtung Barrierefreiheit wird dadurch erreicht, dass vom Höltingswall aus bis zum Hauptportal das Pflaster aufgenommen und „angezogen“ wird, sodass zwei Stufen an der Kirche entfallen können. An den drei Eingängen werden sich Symbole im Pflaster wiederfinden, die mit der Kirchengemeinde ausgesucht wurden, so Roters.

Die Flächen zwischen Kirche und Weg sollen mit Rasen eingesät werden. Für die Pflege sei die Kirchengemeinde verantwortlich, so Roters. Auch einige Bäume werden angepflanzt. „Welche Baumart - das kann ich Ihnen noch nicht sagen“, so Roters.

Sechs Prozent Steigung an der neuen Rampe

Lang diskutiert wurde die neue Rampe und die Treppenanlage, die zu Pfarrheim führen. Weniger als sechs Prozent Steigung, was die maximal erlaubte ist, sei an der neuen Rampe aus Platzgründen nicht möglich. Dafür schaffe man aber einen kleinen Aufenthaltsbereich in der Mitte mit weniger Gefälle. Die derzeit vorhandene Rampe sei hingegen „mehr oder minder gefährlich, als dass sie einem hilft“.

Sitzmöglichkeiten werden auf der kleinen Mauer neben der Rampe angelegt und einige Sitzbänke sind auch eingeplant. In Nähe der Rampe ist auch der geplante Bücherschrank vorgesehen. Für die Treppenanlage wünschten die Politiker einen Handlauf.

Mit einer „Schlitzrinne“ soll der Bereich entwässert werden. Diese sei eine Rinne, die nach oben verjüngt ist und darunter breiter. „Die muss einmal im Jahr gespült werden, sonst setzt sie sich zu“, so Roters. Doch der Arbeitsaufwand sei überschaubar. „Etwa zwei Stunden.“

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt