Erste Babybäume im Herbst

Heimatverein

Die vier Monate alte Fiona Steinkamp schaute sich am Mittwochabend mit Mutter Kerstin Steinkamp schon mal die Babywiese an, wo künftig ein Baum für sie gepflanzt werden soll. Viel Arbeit haben die Heimatvereins- und Landjugendmitglieder hier schon im hinteren Bereich der Erler Mühle investiert – fertig ist der kleine Park allerdings noch lange nicht.

Erle

, 04.05.2017, 17:42 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die vier Monate alte Fiona Steinkamp (im Vordergrund mit Mutter Kerstin Steinkamp) könnte zu den ersten Kindern gehören, für die auf der Babywiese des Heimatvereins ein Baum gepflanzt wird. Derzeit sind die Organisatoren noch mit Hilfe der Landjugend und Sponsoren dabei, das Gelände an der Mühle herzurichten.

Die vier Monate alte Fiona Steinkamp (im Vordergrund mit Mutter Kerstin Steinkamp) könnte zu den ersten Kindern gehören, für die auf der Babywiese des Heimatvereins ein Baum gepflanzt wird. Derzeit sind die Organisatoren noch mit Hilfe der Landjugend und Sponsoren dabei, das Gelände an der Mühle herzurichten.

Der langjährige Vorsitzende des Heimatvereins, Klaus Werner, hatte die Idee aus einem Urlaub in Thüringen mitgebracht. Im Januar starteten die Arbeiten an der Ecke Schermbecker Straße/Mühlenweg: Zwei Kiefern mussten gefällt werden, deren Stämme immer noch auf dem Grundstück liegen. Daraus sollen, wie der derzeitige Vorsitzende, Norbert Sabellek, sagt, Naturbänke entstehen, die zum Verweilen einladen. Brombeerbüsche mussten entfernt werden. Dank schulden die Heimatvereinsmitglieder der Landjugend, die mit schwerem Gerät der Familie Honvehlmann und einer Fräse der Firma Gröniger die Arbeit sehr erleichterten.

Ergänzungsfläche

„Apfel, Birne, Pflaume und Kirsche“, diese Obstbaumsorten sollen ab Herbst auf der Fläche gepflanzt werden. Von den Eltern, die dafür genug Platz auf dem 1000 Quadratmeter großen Grundstück haben. „Es steht sogar noch eine Ergänzungsfläche zur Verfügung“, sagt Sabellek. Dabei rede man aber über einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren. Unterstützung gab es auch von der Volksbank: Ein 5500-Euro-Scheck lässt viele Pläne des Heimatvereins verwirklichen. So soll das Grundstück mit einem Staketenzaun, einem filigranen Zaun aus Holz und Draht umfasst werden.

Obst- und Blütensträucher sollen später etwas fürs Auge bieten – aber nicht nur: Imker hätten bereits Interesse bekundet, sagt Sabellek, der hofft, ein Bienenvolk dort etablieren zu können. Dies könne auch für die Kinder lehrreich sein, wenn sie sehen, wie Bestäubung stattfindet. Wie lange dauert es denn noch, bis der erste Baum für ein Baby gepflanzt wird? „Im Herbst“, schätzt Sabellek, dem aber auch klar ist, dass der Park dann immer noch nicht fertig sein wird. Die Familien könnten an den Bäumen auch Schilder anbringen, die den Baum eindeutig kennzeichnen. Allzu wörtlich müsse man das Wort „Babywiese“ nicht nehmen: Für ältere Kinder könnten die Familien ebenso Bäume pflanzen.

Pflegeleicht

Und wenn alles fertig ist: Wer pflegt den Park dann? „Wir werden alles so pflegeleicht wie möglich anlegen“, sagt Sabellek. Extensive Bewirtschaftung sei angesagt, und auch dafür habe man bereits einige Leute angesprochen. Wichtig sei, dass ein Ort der Begegnung entstehe für Einheimische, auch aus den neuen Baugebieten, und Auswärtige, „wo sich Familien heimisch fühlen“. Ob die Babybäume dann für einen Babyboom in Erle sorgen, wird man dann sehen.

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