Firma Hetkamp wird 150 Jahre alt

Erstes Raesfelder Möbelhaus

150 Jahre alt wird die Firma Hetkamp in diesem Jahr. Das erste Möbelhaus Raesfelds wurde 1866 von Gerhard Hetkamp gegründet. Als Ein-Mann-Betrieb baute er von Hand solide Wiegen, Betten, Kommoden, Schränke und sogar Särge.

Raesfeld

, 08.04.2016, 17:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Firma Hetkamp wird 150 Jahre alt

Seit 2007 führt Helmut Ackmann als Inhaber des Möbelhauses Hetkamp das Lebenswerk von Hubert und Luzie Hetkamp fort

Heute ist das Mode- und Möbelhaus in Raesfeld weit über Raesfelds Grenzen hinaus bekannt. „Ich finde, dass so ein Jubiläum schon etwas ganz Besonderes ist, wenn ich bedenke, wie sich das Geschäft im Laufe der Jahre immer weiter entwickelt hat“, sagt Geschäftsführer Helmut Ackmann, der 2007 das Lebenswerk von Hubert und Luzie Hetkamp übernahm und mit Marlene Hübers und Thomas Flinks als Inhaber ausbaute.

Mit Pferdekutschen ausgeliefert

In der zweiten Generation erweiterte Sohn Johann Hetkamp das Möbelangebot mit der Fertigung von Treppen und Massivholzmöbeln. Mitte der 1930er-Jahre kamen neue Maschinen hinzu. Die Kunden wurden mit Pferdekutschen bis ins Ruhrgebiet hinein beliefert. Auch die dritte Generation baute weiter aus, neue Maschinen kamen hinzu. Als 1958 das erste Möbelgeschäft in der Dorfmitte seine Türen öffnete, traf es auf große Nachfrage. In der Zeit des Wirtschaftswunders lief das Geschäft mit Einrichtungsstücken aus der eigenen Schreinerei. Mitte der 60er-Jahre übernahmen Luzie Hetkamp, in vierter Generation, und ihr Mann Hubert das Geschäft. 1977 hielt die Mode Einzug. Aus Blaudruck waren die ersten Stücke, zunächst Tischdecken, später Blusen und Röcke. 2000 bekam die Fassade des Hauptgeschäftes an der Weseler Straße 8 ein „Facelifting“ mit modernem, dunklem Klinker.

„Sehr antiklastig“

Als zwei Jahre später Helmut Ackmann als Geschäftsführer in die Firma einstieg, setzte er auf Modernität. „Wir waren ein sehr antiklastiges Haus, aber mit der Erweiterung mit internationalen Kollektionen im Einrichtungsbereich haben wir es geschafft, neue, teilweise auch etwas jüngere Kunden zu gewinnen“, erinnert sich Ackmann, der heute ein Team von über 40 Mitarbeitern beschäftigt. Ackmanns Devise: „Ich muss eine Wohnung so einrichten, dass der Besitzer abends gerne nach Hause kommt und sich darin wohlfühlt."

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