Ein Rechtsanspruch auf Ganztags-Betreuung soll ab 2026 eingeführt werden. (Symbolbild) © picture alliance / Marcel Kusch/dpa
Offener Ganztag

Ganztags-Rechtsanspruch: „100 Prozent werden wir nie erreichen“

Einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung haben Grundschulkinder ab 2026. Steigenden Bedarf sieht der Erste Beigeordnete Markus Büsken, sagt aber: „100 Prozent werden wir nie erreichen.“

Derzeit wartet die Gemeinde auf die Baugenehmigung, um Räume im Keller der Sebastian-Schule für die Über-Mittag-Betreuung (ÜMi) ausbauen zu können. „Weil es da gekniffen hat“, sagt Büsken. 328 Schülerinnen und Schüler besuchen derzeit die Grundschule, 78 von ihnen gehen in den offenen Ganztag, 59 in die ÜMi. An der Erler Silvesterschule sind es 132 Kinder, von denen 48 im Offenen Ganztag und zwölf in der ÜMi sind.

42 Prozent (Sebastian-Schule) und 45 Prozent (Silvester-Schule) nutzen also derzeit ein Ganztags-Angebot. Durch den Rechtsanspruch, der ab 2026 für alle ab dann eingeschulten Kinder gilt, könnten die Zahlen deutlich steigen. „Da muss man kein Prophet sein“, sagt Büsken.

„Entwicklung abwarten“

Wenn die Baumaßnahmen in der Sebastian-Schule abgeschlossen sind, glaubt er, dass die Gemeinde für zwei, drei Jahre genügend räumliche Kapazitäten für die Ganztagsbetreuung hat. „Und dann muss man die Entwicklung abwarten.“

Denn die Nachfrage habe sich in den zurückliegenden Jahren sprunghaft entwickelt. „Und nicht nur nach oben“, sagt Büsken. In Erle sind es derzeit neun Kinder weniger in der OGS als 2020, an der Sebastian-Schule zwölf weniger in der Ümi.

Sollten ab 2029 tatsächlich fast 100 Prozent der Schüler im Ganztag sein, sei das eine „andere Dimension“, so Büsken. Dann müsse man überlegen, welche Schulräume man nachmittags nutzen könne.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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Berthold Fehmer