Gebrauchtes für den schmalen Geldbeutel

Soziales Möbelhaus

Für Menschen mit schmalem Geldbeutel sowie Schnäppchenjäger gibt es seit dem 1. März das „Soziale Möbelhaus“ im ehemaligen Schlecker-Markt an der Marbecker Straße 7 in Raesfeld.

Raesfeld

, 04.03.2016, 17:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gebrauchtes für den schmalen Geldbeutel

Geschäftsinhaber Michael Salemink vom "Sozialen Möbelhaus" setzt auf Nachhaltigkeit.

Gebrauchte Sofas, Betten, Töpfe, komplette Küchen, Kleidung und Hausrat sowie Bekleidung und Spielsachen bietet Geschäftsinhaber Michael Salemink an. „Die Gegenstände bekommen wir von Leuten, die ihren Haushalt auflösen oder bei einem Umzug viele Dinge nicht mehr gebrauchen können. Obwohl die Sachen teilweise noch sehr hochwertig sind, haben die Leute entweder keine Lust, selber ihre Wohnung zu räumen, oder sie trauen sich nicht, selber auf Onlineplattformen wie Ebay die Sachen zu versteigern.“ Dahinter stecke unter anderem die Angst, von professionellen Einbrechern ausspioniert zu werden, wenn die Möbel online zu sehen seien, sagt Salemink.

Nachhaltigkeit

„Wir setzen mit unserer Zweitverwertung auch auf Nachhaltigkeit. Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft, aber viele Dinge lassen sich gut reparieren und aufarbeiten, sodass wir unsere geschenkten Sachen günstig weiterverkaufen können“, sagt Salemink, der mit Ehefrau Jessica und Schwiegermutter Renate Hardt in seiner Heimatstadt Bocholt ein ähnliches Möbelhaus betreibt.

700 Quadratmeter

700 Quadratmeter Fläche hat Salemink in Raesfeld zur Verfügung. Täglich kommen neue Sachen rein, die erst gereinigt und aufgearbeitet werden. Salemink: „Teilweise bekommen wir hochwertige und exklusive Möbelstücke geschenkt, wofür Kunden bei Ebay das Siebenfache unseres Preises zahlen müssten.“ Von dem, was beim Verkauf übrig bleibt, werden Angestellte bezahlt. Aus überschüssigen Gewinnen „unterstützen wir Vereine und gemeinnützige Institutionen“, sagt Salemink. „Deshalb lassen wir auch nicht großartig mit uns handeln. Abbauen, abholen, reparieren und reinigen und wieder neu aufbauen muss ja irgendwie finanziert werden.“

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