Gedrückte Stimmung nach tödlichem Unfall

Cold Water Challenge

Nach dem tödlichen Unfall während einer "Cold Water Challenge" in Isselburg ist die Stimmung in Raesfeld gedrückt. Denn auch hier haben sich in den vergangenen Wochen viele Vereine, Gruppierungen oder Clubs an diesem feucht-fröhlichen Vergnügen beteiligt.

Raesfeld

, 30.07.2014, 13:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gedrückte Stimmung nach tödlichem Unfall

Die Erler Schützen ruderten mit der Mannschaft für die Challenge in einem seichten Flüsschen.

„Bei uns hat es ja gut geklappt, aber hätten wir überhaupt im Vorfeld eine Ahnung davon gehabt, dass jemand zu Schaden kommen könnte, dann hätten wir natürlich einen gemütlichen Abend vorgezogen. Was jetzt durch menschliches Versagen passiert ist, ist nicht in Worte zu fassen“, so Bruns, der mit seiner Schützentruppe in einen Schwimmteich sprang. Arno Rüb, stellvertretender Löschzugführer der Feuerwehr Erle, zog mit seinen Jungs ebenfalls am 1. Juni für die „Cold Water Challenge“ los. Hier hieß es noch: „Lebensrettende Maßnahmen einer im Eis eingebrochenen Person“.

Die Blauröcke sprangen dafür mit einer Rettungsleiter in einen Teich. „Es wird mittlerweile auch ein wenig übertrieben. Klar, der Spaßfaktor ist da, aber es wird nicht an die Konsequenzen gedacht, dass etwas passieren könnte“, so Rüb. „Wenn ich mir jetzt die Videos im Internet anschaue, dann sehe ich, dass teilweise viele an die Grenzen gehen, wo es anfängt, gefährlich zu werden. Wie weit soll das noch führen, denn es baut sich förmlich immer mehr auf und jeder möchte noch eins drauf legen und besser sein. Dadurch wird man dann auch übermütig und unvorsichtig“, so Rüb. André Schlüß von der „Erler Street Elite“ fand die Challenge gut. „Es war eine gute und lustige Angelegenheit. Aber man muss schon aufpassen, was gemacht wird, wie man jetzt gesehen hat. Es ist schrecklich, dass durch so eine Sache ein Mensch gestorben ist.“