Im Falle des Blackouts: Hier finden Raesfelder Hilfe

Redakteur
Ein Paar sitzt während eines Stromausfalls bei Kerzenschein in einer Wohnung.
Ein Paar sitzt während eines Stromausfalls bei Kerzenschein in einer Wohnung. (Symbolbild) © picture alliance/dpa
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Das Schneechaos im Jahr 2005 oder der Sturm im Frühjahr 2022 – in verschiedenen Katastrophenlagen kann es zu einem Stromausfall kommen. Die aktuelle Energiekrise lässt die Sorgen vor einem großflächigen Blackout steigen. Die Gemeinde Raesfeld hat nun zusammen mit dem Kreis Borken und den anderen Kommunen des Kreises ein Notfall-Konzept für den Fall der Fälle veröffentlicht.

Wichtigste Anlaufstelle im Krisenfall sind für die Menschen im Ort sogenannte Notfall-Infopunkte (NIP). Das sind Anlaufstellen, die im Katastrophen- und Großeinsatzfall bei gegebener Notwendigkeit kurzfristig aktiviert werden.

Dort können Menschen vor Ort zum einen über das Personal vor Ort einen Notruf für die Feuerwehr, den Rettungsdienst und die Polizei absetzen, zum anderen erhalten sie dort Informationen über die aktuelle Lage. Für die Menschen in Raesfeld und Erle soll ein NIP an der Feuerwache in Raesfeld (Roringskamp 6) eingerichtet werden.

Im kommenden Jahr sollen einzelne Notfall-Infopunkte in den Kommunen um Möglichkeiten zum Erwärmen von Wasser, Milch oder ähnlichen Flüssigkeiten und Aufladen von Akkugeräten ausgebaut werden. Die Notfall-Infopunkte stellen dann künftig ein Grundangebot an Information und Versorgung dar.

Ein roter Punkt weist auf einer 2D-Landkarte auf die Feuerwache in Raesfeld hin.
Im Falle eines Blackouts finden die Raesfelder und Erler Hilfe an der Feuerwache in Raesfeld. © Screenshot Kreis Borken

Es handelt sich aber ausdrücklich nicht um Betreuungsstellen, sodass ein Aufenthalt und eine Versorgung der Bevölkerung über das zuvor beschriebene Grundangebot hinaus nicht vorgesehen ist.

Landrat: „Ziel ist, Strom- oder Gasausfall zu verhindern“

„Unsere Notfall-Infopunkte sind für die Bürgerinnen und Bürger im Ernstfall wichtige Anlaufstellen. Die Hochwasser-Katastrophe im Ahrtal im vergangenen Jahr oder die aktuellen Bedrohungen durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine zeigen deutlich, wie wichtig die Vorbereitung auf verschiedene Szenarien ist. Für den kommenden Winter gilt: Ziel ist, dass ein Strom- oder Gasausfall verhindert wird. Wenn es aber dazu kommen sollte, dann werden unsere Notfall-Infopunkte vorbereitet sein“, erklärt Landrat Dr. Kai Zwicker.

Insgesamt gibt es im Kreisgebiet 48 Notfall-Infopunkte. Die genauen Standorte der Notfall-Infopunkte – dargestellt auf einer interaktiven Karte – sind auf https://akut.kreis-borken.de und künftig auf den Internetseiten der 17 Städte und Gemeinden zu finden.

In Vorbereitung ist außerdem ein Flyer mit allen relevanten Informationen zum Thema Notfall-Infopunkte und einem jeweiligen Ortsplan der betreffenden Kommune. Beides ist nach Veröffentlichung ebenfalls online auf den zuvor genannten Internetseiten abzurufen.