Klaus Werner gibt Vorsitz nach 28 Jahren auf

Heimatverein

Viele nachhaltige Dinge hat Klaus Werner in seiner Zeit als Vorsitzender und Mitbegründer des Heimatvereins angestoßen. Mit den Heimatvereinsmitgliedern hat Werner das Erler Dorfbild wesentlich geprägt. Im März 2017 wird der heutige 78-Jährige nach 28 Jahren seinen Platz als Vorsitzender für die jüngere Generation freimachen.

Erle

, 12.12.2016, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Klaus Werner sorgte gemeinsam mit dem Heimatverein für die neuen Flügel an der Erler Mühle. In Planung ist nun eine Babywiese im hinteren Bereich des Mühlengeländes.

Klaus Werner sorgte gemeinsam mit dem Heimatverein für die neuen Flügel an der Erler Mühle. In Planung ist nun eine Babywiese im hinteren Bereich des Mühlengeländes.

„Mein Wunsch ist, dass mehr junge Leute kommen. Dies ist mit ein Grund dafür, dass ich aus dem Vorstand austrete“, erklärt Werner seine Entscheidung. Darüber hinaus sei ihm eine weitere Wahlperiode von vier Jahren zu lang. „Unser Dorf soll schöner werden und auch von vorbeiziehenden Touristen mehr Beachtung finden“, war sein Motto während seiner Zeit als Vorsitzender. Dazu gehörten Pflanzaktionen, das Aufstellen von Bänken in der Landschaft, die Renovierungsarbeiten in der Erler Heide sowie die Bekanntmachung der 6000 Jahre alten Grabhügel.

Lieblingsprojekt

„Wichtig waren mir den Erhalt des alten Kirchweges Thiespatt, der eigentlich im Rahmen des Bebauungsplanes verschwinden sollte, die insgesamt 16 Geschichtsstationen und die Gerichtsskulptur an der Eiche“, resümiert Klaus Werner. Richtig stolz ist er auf sein Lieblingsprojekt: die neuen Flügel an der Erler Mühle. „Diese sind für unser Dorfbild sehr wesentlich“, so Werner, der aber über den Zustand des Umfeldes der Mühle nicht sehr begeistert ist. „Die sogenannte Gartenanlage sieht verwildert aus. Wenn man sich überlegt, wie viele Touristen zu der Mühle gelenkt werden, dann müsste es dort gepflegter aussehen. Die Flügel sind zwar dran, aber das ist nicht alles, sondern sie sollten in ihrer Gesamtanlage auch wirken“, sagt der ehemalige Sozialarbeiter und Leiter einer Drogenberatungsstelle in Marl. Seine größte Enttäuschung erlebte Werner in seiner Zeit als Vorsitzender beim Verkauf des alten Pfarrheims. „Die Auseinandersetzungen mit Kirche und Staat habe ich bis heute nicht weggesteckt. Ich fand die Idee, die dahinter stand, ein Bürgerhaus daraus zu machen, sehr gut“, gesteht Werner.

Babywiese

Bevor aber Klaus Werner in den wohlverdienten „Ruhestand“ geht, steht noch ein großes, neues Projekt an. Die Vorbereitungen laufen dafür seit Wochen auf Hochtouren. Im hinteren Bereich der Mühle entsteht auf einem privaten Gelände eine Babywiese. Der Bereich ist in den letzten Wochen von Mitarbeitern des Heimatvereins gründlich gereinigt, alte Bäume wurden gefällt und Gestrüpp entsorgt. Dort können Eltern zukünftig für ihre Kinder einen Baum pflanzen und diesen mit Namen versehen. Der nächste Schritt ist, die Wiese zu gestalten. „Geplant sind hier, Zwergobstbäume zu setzen und den kompletten Bereich einzuzäunen. Es sollen eventuell Schautafeln über heimische Vögel aufgestellt werden sowie am Eingang eine Sitzgruppe. Dann haben wir hier einen weiteren schönen Platz und Ruhepol mit Blick auf das Dorf, auch für vorbeifahrende Touristen“, freut sich Werner.  

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