Klimaschutzpreis für Raesfelder Schulen

Für Projekte

Mit dem Innogy-Klimaschutzpreis sind zwei Schulprojekte der Alexander- und der Sebastianschule am Freitag ausgezeichnet worden. Monika Schürrmann (Innogy-Kommunalbetreuerin) überreichte zwei Urkunden. 600 Euro gibt es außerdem für die Alexanderschule, 400 für die Sebastianschule.

Raesfeld

, 30.06.2017, 17:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Klimaschutzpreis für Raesfelder Schulen

Mit dem Innogy-Klimaschutzpreis sind die Alexanderschule und die Sebastianschule am Freitag ausgezeichnet worden. Die Sebastian-Schüler hatten sich unter anderem mit dem Upcycling von Plastik beschäftigt. Max Brömmel (8) zeigt im Vordergrund etwa ein Portmonee, dass er und seine Mitschüler aus einem Tetrapack gebastelt haben.

In sieben Gruppen hatten sich Schüler der Klasse 8c im Chemie-Unterricht mit dem Thema Papier beschäftigt, berichtet deren Lehrerin Annette Schulz. Die Schüler trugen bei der Preisvergabe in der Alexanderschule wissenswerte Details vor. Dass Deutschland etwa der fünftgrößte Papierverbraucher der Welt ist und mehr Papier verbraucht als Brasilien und Afrika zusammen. Johannes trug vor, dass man zur Herstellung von einem Kilogramm Papier 280 Liter Wasser braucht. Bei Recycling-Papier könne man 60 Prozent Energie einsparen.

Erstes Umdenken

Die Schüler beschäftigten sich selbstkritisch mit dem Papierverbrauch. Etwa bei Papierhandtüchern oder dem Kopierpapier der Schule. „Wir brauchen etwa 300 000 Blätter pro Jahr. Bei der jetzigen Bestellung haben wir 100 000 Blätter Recycling-Papier bestellt“, kann Rektor Matthias Stroetmann von der Alexanderschule über ein erstes Umdenken berichten. Auch die Sebastianschule wolle nachziehen, sagt deren Schulleiter Thomas Schlüter. Auch im Kindergarten St. Michael fragten die Schüler nach dem Papierverbrauch – die Silvesterschule in Erle wolle man nach den Ferien besuchen, sagt Annette Schulz, denn das Projekt gehe noch weiter.

Des Themas Plastik hatten sich die 14 Kinder der Forscher-AG der Sebastianschule angenommen. Sie interessierten sich unter anderem für Plastik in den Weltmeeren und probierten in einem Wassergefäß mit Plastikteilchen und einem Holzlöffel, ähnliche Strudel zu erzeugen, die auch in den Weltmeeren das Plastik in die Tiefe ziehen. Julius (8) berichtete von Versuchen mit Mikroplastik, kleinen Teilchen, die einem etwa in Peelings begegnen können. Dort könne man die Teilchen sogar fühlen, andere Körperpflegeprodukte untersuchten die Schüler mit dem Mikroskop auf kleinste Plastikteilchen. Diese seien problematisch, wenn sie durch den Abfluss ins Meer gelangten und dort von Fischen gefressen würden.

Am Klimaschutzpreis können sich weitere Schulen und Vereine beteiligen, so Schürmann. Die Projekte müssten aber „allgemein zugänglich sein“.

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