Kohl in allen Variationen fand reißenden Absatz

31. Kappesmarkt

Kappes, Kohl, Kraut, Wirsing und alles, was auch nur ansatzweise mit dem Gemüse zu tun hatte, gab es beim 31. Kappesmarkt.

Raesfeld

, 06.11.2016, 13:47 Uhr / Lesedauer: 2 min

Jede Menge Kappesköpfe vom Niederrhein hobelten die Mitglieder der Landjugend an zwei Tagen für ihren Salat. „Unsere kleinen Salatschälchen sind sehr beliebt. Viele kommen jedes Jahr bei uns vorbei, auch von weiter weg“, erzählte Bernd Klasen, der auf dem Wagen der Landjugend stand und lautstark für den Krautsalat Werbung machte.

Für eine kleine Spende für die Vereinskasse wechselten unzählige Salatschälchen an zwei Tagen den Besitzer. „Viele wollen wissen, was wir für ein Dressing haben. Aber das ist seit 31 Jahren das Geheimrezept von Peter Süthold und wird nicht verraten“, so Klasen. An den zwei Tagen Kappesmarkt ging wieder so richtig die Post ab. Bereits am Samstag um 10 Uhr rollten die ersten Blechlawinen über die B 224 Richtung Raesfeld.

Blechlawinen rollten nach Raesfeld

Um 11 Uhr kam dann der erahnte erste Rückstau. Es rollten aber nicht nur die Blechlawinen und Kappesköpfe, sondern auch die vielen Kappes-Taxis, gut organisiert und in fester Bruder-Cousin-Schwesterhand, pendelten zwischen Verkaufsständen und Parkplätzen unermüdlich hin und her. Unbekümmert von all dem Trubel schlenderte Familie Wilhelm Sander aus Haltern bereits am Samstag durch die Ortsmitte. Während die Ehefrau jede einzelne Sellerieknolle umdrehte und den Wirsing von beiden Seiten auf Qualität und Frische untersuchte, packte Wilhelm Sanders derweil kiloweise Porree, Kartoffeln, Obst und Gemüse in sein mittlerweile randvolles Kappes-Taxi.

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So schön war der 31. Kappesmarkt

Am Wochenende (5./6. November) fand der Kappesmarkt in Raesfeld statt. Schön und voll war's wieder.
06.11.2016
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Familie Sander aus Haltern kaufte sich auf dem Kappesmarkt ihren "Vitaminkick" bis Weihnachten ein.© Foto: Petra Bosse
Vor sechs Jahren holte Heinz Bröker, Kappesmarkterfinder und ehmaler Organisator, die ungarische Familie Szabadosné, mit Kathi (r.), Ehemann und Mutter aus Vecsés, mit ihren „sauereingelegten Wetschescher Gemüse“ nach Raesfeld.© Foto: Petra Bosse
Seit sechs Jahren auf dem Kappesmarkt verteten ist die ungarische Familie Szabadosné aus Vecsés mit ihren „sauereingelegten Wetschescher Gemüse“ .© Foto: Petra Bosse
Die Landjugend Raesfeld hobelte insgesamt 21 Tonnen Kappesköpfe an diesem Wochenende für ihren Krautsalat.© Foto: Petra Bosse
Der 31. Kappesmarkt in Raesfeld lockte am Samstag und Sonntag zahlreiche Besucher aus Nah und Fern an.© Foto: Petra Bosse
Der 31. Kappesmarkt in Raesfeld lockte am Samstag und Sonntag zahlreiche Besucher aus Nah und Fern an.© Foto: Petra Bosse
Gut besucht waren die Futtermeilen auf dem Kappesmarkt an beiden Tagen.© Foto: Petra Bosse
Frisch und knackig. Kappes und Co. wechselten schnell die Besitzer an beiden Kappesmarkttagen.© Foto: Petra Bosse
Die Kappes-Taxi-Mafia musste nie lange auf Kundschaft warten.© Foto: Petra Bosse
Egal ob Wirsing oder Kappes. Am Sonntagnachmittag waren die meisten Gemüsestände leergekauft.© Foto: Petra Bosse
Ob Kappes oder Wirsing. Am Sonntag waren die meisten Köpfe verkauft und die Verkaufsstände leergefegt.© Foto: Petra Bosse
Abwechslung für die kleinen Besucher gab es ebenfalls auf dem Kappesmarkt in Raesfeld.© Foto: Petra Bosse
Trotz Regen am Sonntag waren die Futter- und Einkaufmeilen gut besucht.© Foto: Petra Bosse
Zahlreiche Holländer präsentierten ihre Ware im "niederländischen Viertel" auf der Marbecker Straße.© Foto: Petra Bosse
Zahlreiche Besucher kamen trotz kühlen Temperaturen am Sonntag nach Raesfeld angereist.© Foto: Petra Bosse
Herbstllich, frisch und feucht war es teileweise am Wochenende auf dem Kappesmarkt. Dies hielt jedoch die Besucher nicht davon ab, gemütlich an den Futterständen zu verweilen.© Foto: Petra Bosse
Ein Schnäpschen gab es natürlich auch für die OMR-Vositzende Diana Brömmel von den Kappeshoheiten 2016 Gelli I. und Caro I.© Foto: Petra Bosse
Schlagworte Dorsten, Raesfeld

Was treibt aber Halterner nach Raesfeld, um sich hier mit Gemüse für fast ein Jahr einzudecken? „Wir kommen jedes Jahr nach Raesfeld. Zum einen mögen wir hier die Gemütlichkeit, zum anderen die knackige Frische und die große Auswahl an Ware. Und mit dem heutigen Gemüse kaufen wir uns den Vitaminkick bis Weihnachten“, so Wilhelm Sander. Gemüse, allerdings in eingelegter Form von süß bis sauer, gab es am Stand der Ungarn. Seit sechs Jahren ist Familie Szabadosné aus Vecsés mit ihrem „sauereingelegten Wetschescher Gemüse“ in Raesfeld vertreten.

Deutsch- ungarische Freundschaft

Eine deutsch-ungarische Freundschaft, die durch Kappesmarkt-Erfinder Heinz Bröker entstanden ist. Vecsés ist ebenfalls eine Krautregion, die in diesem Jahr ihr 16. Krautfest feierte. „Wir haben so viele Freunde hier in Raesfeld gefunden und freuen uns über den gemeinsamen Austausch unserer beider Gemeinde“, so Kathi Szabadosné.

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