Landrat erwartet Steuereinbrüche und lobt Bürgergenossenschaft

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„Erhebliche Einbrüche“ bei der Gewerbesteuer erwartet Landrat Kai Zwicker als Folge der Coronakrise. Bei seinem Besuch in Erle betonte er aber, ihm sei um das Westmünsterland „nicht bange“.

Raesfeld

, 05.08.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bei seiner Landratstour, die einen Austausch zwischen Lokalpolitikern, Verwaltung und Landrat bieten soll, plante Zwicker, alle Kommunen im Kreis Borken zu besuchen, in denen der Bürgermeister nicht mehr bei der Kommunalwahl antritt. „Dass das auch in Raesfeld sein würde, hätte ich letztes Jahr nicht gedacht“, so Zwicker in Richtung von Bürgermeister Andreas Grotendorst.

Man habe sich bei der Radtour, die an Dorfentwicklungsprojekten am Schloss Raesfeld sowie in Erle vorbeiführte, viel über Förderpraktiken unterhalten, sagte Grotendorst beim Abschluss an der Femeiche. Zwicker zeigte sich beeindruckt von den Plänen.

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Dass beim geplanten Dorfgemeinschaftshaus auch die Bürger in Form einer Bürgergenossenschaft beteiligt werden, lobte Zwicker und wünschte, dass die Projekte im Wahlkampf nicht zerredet würden. Die Coronakrise könne man nur mit bürgerschaftlichem Engagement und Ehrenamt bewältigen: „Nicht nur mit Steuergeldern.“

Kreisweit sei die Gewerbesteuer um etwa ein Drittel eingebrochen, so Zwicker - in den Orten gebe es aber große Unterschiede. Ob die Kreisumlage erhöht werden muss, könne er noch nicht sagen. Er stehe zur Haltung, dass man „Geld antizyklisch ausgeben sollte“. Kreis und Kommunen hätten die letzten Haushaltsjahre mit Gewinn abgeschlossen - das eröffne nun Möglichkeiten.

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