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Nicht alle Wünsche werden bei der Umgestaltung des Kirchplatzes in Erle erfüllt

Silvesterkirche

Ohne Natursteinpflaster, dafür mit Klinkerpflaster soll der Kirchplatz in Erle gestaltet werden. Ein Wunsch der Politiker wird wohl nicht erfüllt.

Raesfeld, Erle

, 21.05.2019 / Lesedauer: 3 min
Nicht alle Wünsche werden bei der Umgestaltung des Kirchplatzes in Erle erfüllt

Die Treppenstufen am Hauptportal der Silvesterkirche sollen nach der Umgestaltung des Kirchplatzes wegfallen. Damit wird der Eingang barrierefrei. © Berthold Fehmer

Holländisches Klinkerpflaster, „in sich gesandet“, soll auf dem Erler Kirchplatz nach der Sanierung der Kanalisation verlegt werden. Das sagte Bernd Roters, Chef der Bauverwaltung, am Montag im Bauausschuss. Das Pflaster solle aber unterschiedlich verlegt werden, kündigte Roters an, einige Streifen sollten so angelegt werden, „als wenn das von der Kirche abgestrahlt würde“, der Rest längs zur Laufrichtung.

Nicht so glatt bei Frost

Das Klinkerpflaster habe gegenüber dem Natursteinpflaster den Vorteil, dass es im Winter bei Frost nicht so glatt werde, sagte Roters. Eine unauffällige Rinne zur Entwässerung ist geplant, dazu rund um die Kirche eine „taktile Kante“. Das bedeutet, dass eine Reihe Steine eng um die Kirche rund hochkant verlegt wird, sodass sie etwa drei Zentimeter höher stehen als die anderen. „Das kann von Sehbehinderten sehr gut genutzt werden“, sagte Roters. Und so könne man auf die sonst üblichen weißen, taktilen Platten verzichten, die den Gesamteindruck beeinträchtigen würden.

Das Hauptportal der Kirche soll nach Abschluss der Arbeiten barrierefrei zu erreichen sein. Die kleine Stufenanlage fällt weg, da das Pflaster von der Straße aus angezogen wird. Mit 2,7 Prozent Gefälle rechnet Roters.

Stufenanlage und Rampe

Auf der anderen Seite zum Altenheim hin soll eine Stufenanlage auf der kompletten Breite entstehen. Für Gehbehinderte gibt es eine Rampe, die in Richtung des unbebauten Grundstücks neben der Kirche führt. Ein Geländer, so Roters auf Nachfrage von Andre Olbing (CDU), sei an der Rampe nicht geplant: „Da kann man mit dem Rollator hängen bleiben.“

Die Betonwand der Rampe könne man mit Holzelementen bestücken, „damit man sich dort hinsetzen kann“, so Roters. Bislang seien im Plan noch keine Lampen und Bänke eingetragen, „das folgt noch“. Auf Nachfrage von Andre Olbing (CDU), ob auch Tische zum Verweilen geplant seien, antwortete Roters, dass dies nicht der Fall sei. „Wir planen parallel dazu den Dorfplatz, das wäre für uns der Kommunikationsraum.“

Bürgermeister Andreas Grotendorst konnte sich am Ende der Diskussion einen augenzwinkernden Hinweis nicht verkneifen: „Auch wenn wir das Pflaster anziehen: Der Kirchturm bleibt höher als der in Raesfeld.“

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