Pädagogisches Konzept wurde vorgestellt

Gesamtschule Borken/Raesfeld

170 Besucher haben sich am Donnerstagabend in der Borkener Gaststätte Starke das „druckfrische“ pädagogische Konzept der geplanten Gesamtschule Borken/Raesfeld erklären lassen. Darunter etwa zehn Erler Väter und Mütter sowie rund 30 aus Raesfeld.

Raesfeld

, 18.12.2015, 17:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zahlreiche interessierte und zum Teil besorgte Eltern aus Raesfeld und Erle kamen zur der Informationsveranstaltung zur geplanten Gesamtschule Borken/Raesfeld.

Zahlreiche interessierte und zum Teil besorgte Eltern aus Raesfeld und Erle kamen zur der Informationsveranstaltung zur geplanten Gesamtschule Borken/Raesfeld.

Die Vielfältigkeit einer Gesamtschule hob zu Beginn die Marler Schulleiterin Hedwig Mengert hervor. Axel Heinz, Schulleiter der Remigiusschule in Borken, stellte die künftigen Schwerpunkte der neuen Gesamtschule vor. Festgelegt wurde, dass Niederländisch ab Klasse Sechs als viertes Hauptfach gelehrt wird. Ende des Schuljahres kann überlegt werden, ob das Kind andere Schwerpunkte wählen möchte, etwa Naturwissenschaften, Arbeitslehre, Darstellen-Gestalten-Medien. Ab Klasse Acht kann eine weitere Fremdsprache, etwa Spanisch, gelernt werden. Der Unterricht (90-minütige Blöcke werden angestrebt) endet montags, mittwochs und donnerstags um 14.30 Uhr, dienstags und freitags bereits um 12.45 Uhr. Tägliche freiwillige Angebote wie die Sport-, Schach- oder Technik-AG können die Kinder bis 15.20 Uhr nutzen.

Schule braucht 150 Anmeldungen

Um an den Start gehen zu können, braucht die Schule 150 Anmeldungen, die Klassenstärke liegt zwischen 25 bis 29 Kindern. „Was passiert, wenn die Mindestzahl nicht erreicht wird? Gibt es einen Plan B?“, fragten einige Eltern. „Kinder sind da, und wir wissen, dass unsere Schulen voll sind“, sagte die Borkener Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing. „Hier sollten wir positiv denken und keine Stimmung machen, dass es nicht klappen könnte“, so Heinz. „Fahren wir auf Neudeutsch also am Ende ohne Plan B?“, hakten Raesfelder Eltern nach.

Bedenken

Die Stimmung drohte zu kippen, denn hinsichtlich der Anmeldefrist gab es Bedenken, da am Ende eine freie Schulwahl letztlich nicht mehr gegeben sei. „Das ist ein Thema, was nicht an weniger Kindern scheitern soll. Wenn wir die 150 nicht schaffen, fahren wir zur Bezirksregierung, werden Druck machen und alles dransetzen, um eine Ausnahmegenehmigung zu bekommen. Ich bin fest davon überzeugt, dass es klappt“, sagte Bürgermeister Andreas Grotendorst.  Anmeldefrist für die Gesamtschule ist vom 30.1. bis 4.2.2016. Einen Nachmittag der offenen Tür gibt es am 20.1.2016 von 15.30 bis 17.30 Uhr in Raesfeld und Borken.

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