Quietscheente soll Issel erlebbar machen

Buchprojekt

Der Ort für die Buchprojektvorstellung war eigentlich gut gewählt. Ein Buch über die Issel an der Quelle in Raesfeld vorzustellen, macht schließlich Sinn. Allerdings hatte die Isselquelle am Donnerstag wohl „hitzefrei“. Kein Tropfen war zu sehen. Nichts, oder „niets“, wie die Niederländer sagen würden.

Raesfeld

, 22.06.2017, 17:37 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein Buch über die Issel will Doris Röckinghausen (l.) schreiben. Eine Quietscheente soll dabei die Hauptrolle spielen. Vertreter der Gemeinde Raesfeld, des Ortsmarketings, des Heimatvereins und aus den Niederlanden stellten das Projekt am Donnerstag an der Isselquelle in Raesfeld vor.

Ein Buch über die Issel will Doris Röckinghausen (l.) schreiben. Eine Quietscheente soll dabei die Hauptrolle spielen. Vertreter der Gemeinde Raesfeld, des Ortsmarketings, des Heimatvereins und aus den Niederlanden stellten das Projekt am Donnerstag an der Isselquelle in Raesfeld vor.

Von denen waren auch einige erschienen. Etwa Joop und Adri Buiting aus der niederländischen Partnergemeinde Wehl, die Bürgermeister Andreas Grotendorst einen Muschelkranz mitgebracht hatten, weil Grotendorst einmal bezweifelt hatte, dass es Muscheln in der Issel gebe.

„Flüsse verbinden Menschen“

Doris Röckinghausen wird das Buch über die Issel schreiben. „Flüsse verbinden Menschen“, sagt sie und will das auch. Die gebürtige Erlerin lebt in Coesfeld, betreibt eine Kommunikationsagentur und hat nicht nur vor drei Jahren das Buch „Dorfentwickler“ über das Raesfelder Ehrenamt geschrieben, sondern kürzlich auch ein Buch über die Berkel vorgelegt. Dass Röckinghausen dieses Projekt „Berkel – Mein Leben als Fluss“ mit viel Herzblut betrieben hat, merkt man nicht nur beim Lesen, sondern auch, wenn sie sich ab und zu verspricht und Berkel statt Issel sagt. Viele Parallelen werden die Bücher aufweisen, wenn das Isselbuch im Frühjahr des kommenden Jahres erscheinen wird. Beide Flüsse entspringen in Deutschland (die Berkel in Billerbeck) und münden in den Niederlanden. Auch das Buch über die Issel soll zweisprachig erscheinen, in Deutsch und Niederländisch. Beide Bücher sollen Werbung für die Region sein. „Leuchttürme“, Sehenswürdigkeiten und touristische Highlights will Röckinghausen in Wort und Bild zeigen, Geschichten und Anekdoten erzählen. Den „Menschenschlag“ entlang des Flusses will Röckinghaus vorstellen, „aber nicht jeden Kirchturm abbilden“.

Quietscheente

Im Berkelbuch macht sich ein Treibholz auf Reisen entlang des Flussverlaufs, bei der Issel wird es eine Quietscheente sein. „Die Idee hatte Daniel Knufmann“, sagte Röckinghausen. Der Raesfelder Verwaltungsmitarbeiter ermuntert Bürger, die interessante Geschichten oder alte Bilder zur Issel haben, ihn unter knufmann@raesfeld.de zu kontaktieren. Er leitet die Anregungen dann an Röckinghausen für das 100 bis 120 Seiten starke Buch weiter. Wie genau die Ente aussehen wird, ist noch unklar. Grotendorst erwägt, dass sich deutsche und niederländische Schulklassen mit der Gestaltung beschäftigen könnten. Ortsmarketing, Naturpark Hohe Mark, die Gemeinde Raesfeld, der Heimatverein und die „Vrienden van Raesfeld“ aus Wehl kooperieren bei diesem Buch. Weitere Helfer sind willkommen. Beim Berkelbuch erlebte Röckinghausen, dass es Menschen aus unterschiedlichen Städten und Ländern zusammengebracht hat. „Die arbeiten immer noch zusammen.“ Einen ähnlichen Effekt erhofft sie auch jetzt.

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