Radeln nach Zahlen: Auch Raesfeld hat jetzt zwei rot-weiße Knotenpunkte

Radtouristik

Radeln nach Knotenpunkten ist jetzt auch im gesamten Kreis Borken möglich. In Raesfeld gibt es zwei Knotenpunkte auf bekannten Radtouristik-Routen entlang Schlössern und Flüssen.

Raesfeld

14.07.2021, 08:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Landrat Dr. Kai Zwicker (l.), Bürgermeister Dr. Patrick Voßkamp und Luisa Gatzke von der Gemeinde Heiden freuen sich über die kreisweite Knotenpunkt-Beschilderung.

Landrat Dr. Kai Zwicker (l.), Bürgermeister Dr. Patrick Voßkamp und Luisa Gatzke von der Gemeinde Heiden freuen sich über die kreisweite Knotenpunkt-Beschilderung. © Kreis Borken

Rechtzeitig zu Beginn der Sommerferien ist das Knotenpunktsystem im Kreis Borken in allen Städten und Gemeinden fertig geworden: Die „Knotenpunkthüte“, Nummerneinschübe und Übersichtstafeln sind an allen 190 vorgesehenen Stellen angebracht.

Das Knotenpunktsystem bietet damit leichte Orientierung auf rund 930 Kilometern Radfahr-Strecke. Zwei der Knotenpunkte liegen in Raesfeld. Sie liegen auf der Schlösser-Route sowie auf der Drei-Flüsse-Route.

Bei einem Ortstermin am Knotenpunkt 26, am Kranenmeer in Heiden, stellten Landrat Dr. Kai Zwicker und Heidens Bürgermeister Dr. Patrick Voßkamp die Vorzüge des Konzepts und die vielfachen Möglichkeiten für Radlerinnen und Radler vor.

Radeln von einem Knotenpunkt zum anderen

Radfahrer finden die Knotenpunktnummern am jeweiligen Standort als „Knotenpunkthut“ auf dem Pfosten mit den Zielwegweisern. Unter den Wegweisern wird die Richtung zum nächsten Knotenpunkt angezeigt. Wer diesen Zwischenwegweiser folgt, bleibt immer auf dem richtigen Weg

Knotenpunktsystem

Klare Reihenfolge: Von Punkt 26 in Heiden aus geht es links nach Reken zum Knotenpunkt 27. In Richtung Schermbeck steigt die Nummerierung ab. © Kreis Borken

Im Kreisgebiet löst das Knotenpunktsystem das bisherigen Wabennetz ab. Gefördert wird die Maßnahme durch das Land NRW, aus Mitteln der „Richtlinien zur Förderung der Nahmobilität in den Städten, Gemeinden und Kreisen des Landes Nordrhein-Westfalen“.

Die Knotenpunkte finden sich überall dort, wo sich die Wegabschnitte des Netzes kreuzen. Die Nummern sind jeweils zweistellig (01-99; es kommen im Kreisgebiet also mehrmals die gleichen Nummern vor – allerdings nicht in der gleichen Stadt und Gemeinde, sodass es bei der Orientierung keine Probleme gibt). Landrat Dr. Zwickler erläutert: „Man kann einfach eine Route planen, die dazugehörigen Knotenpunktnummern notieren und losradeln.“

Ab 2022 gibt es System für das komplette Münsterland

Orientierung vorab bieten die Webkarte des Kreises Borken und die „Radwanderkarte Kreis Borken“ der BVA (ISBN 978-3-96990-034-5), die für 8,95 Euro beispielsweise bei den Tourist-Infos im Kreis oder auch im Buchhandel erhältlich ist. Die abzufahrende Nummernfolge kann dann auf den praktischen Lenkeranhängern notiert werden, die ebenfalls durch die Tourist-Infos ausgegeben werden; der Radroutenplaner NRW ist ebenfalls nutzbar, zudem die niederländische „Fietsknoop“-App für den grenznahen Bereich.

Zu den bestehenden Systemen in den Nachbarrregionen (Regionen Achterhoek und Twente, Kreise Kleve, Wesel und Recklinghausen) sind die Verbindungen bereits hergestellt. Im übrigen Münsterland entsteht ebenfalls gerade das Knotenpunktnetz und wird ab 2022 flächendeckend nutzbar sein; auch in der Grafschaft Bentheim wird gerade das Knotenpunktnetz installiert. Das Ruhrgebiet ist flächendeckend mit Knotenpunkten ausgestattet.

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