Raesfeld ist im Kreis Borken ein teures Pflaster

rnGrundstückspreise

210 Euro pro Quadratmeter Baugrundstück zahlten Käufer 2019 durchschnittlich in Raesfeld - der Spitzenwert im Kreis Borken.

Raesfeld

, 30.03.2020, 17:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Kreis Borken hat seinen Grundstücksmarktbericht 2020 erarbeitet, der für alle Kreisstädte bis auf Bocholt gilt - dort gibt es einen eigenen Gutachterausschuss. Der Ausschuss erhält Abschriften aller Kaufverträge sowie Informationen aus Enteignungen, Umlegungen und Zwangsversteigerungen. Daraus wird der Bodenrichtwert ermittelt.

158 Euro pro Quadratmeter waren im Kreis 2019 durchschnittlich für ein Wohnbaugrundstück zu zahlen, 210 Euro in Raesfeld. Durchschnittlich um 5 Prozent, so der Ausschuss, seien die Preise im Kreis 2019 gestiegen. In Raesfeld betraf dies allerdings nur den Ortsteil Erle. Der durchschnittliche Wohnflächenpreis für Neubauten lag in Raesfeld bei 2734 Euro pro Quadratmeter.

127 Grundstücke und Häuser verkauft

In 127 Fällen wechselten Grundstücke und Häuser im vergangenen Jahr in Raesfeld den Besitzer, exakt so viele wie 2018. Insgesamt fast 25 Millionen Euro ließen sich das die neuen Besitzer 2019 kosten. Mehr als die Hälfte (12,8 Millionen Euro) wurde für bebaute Grundstücke (45) ausgegeben. 6,4 Millionen Euro für Wohnungen und Teileigentum, 3,5 Millionen Euro für unbebaute Grundstücke (29) und 1,9 Millionen Euro für Grundstücke nach dem Erbbaurecht.

Was bezahlten Hauskäufer in Raesfeld durchschnittlich für ihre Immobilie? Der Ausschuss gliedert die Hauskäufe in drei Altersklassen: Für Häuser, die zwischen 1950 und 1974 gebaut wurden, wurden durchschnittlich 198.500 Euro gezahlt. Häuser aus den Baujahren 1975 bis 1994 schlugen mit durchschnittlich 264.500 Euro zu Buche. Zwischen 1995 und 2009 gebaute Häuser kosteten 2019 in Raesfeld durchschnittlich 305.000 Euro.

Zweithöchster Bodenwert

In mittlerer Lage gibt es nur eine Gemeinde im Kreis mit einem höheren Bodenwertniveau als Raesfeld (210 Euro): Heiden kommt auf 225 Euro, Schöppingen nur auf 93 Euro. In guten Lagen liegt das Bodenwertniveau in Raesfeld sogar bei 230 Euro.

Beim Landwirtschaftlichen Bodenrichtwert ging es in Raesfeld von 9 Euro auf 10,5 Euro im Jahr 2019 rauf. Mit 16 Prozent Preisanstieg liegt Raesfeld allerdings nicht mal ansatzweise im Kreis vorn: In Rhede katapultierte sich dieser Wert um 26 Prozent nach oben, gefolgt von Heiden und Schöppingen mit jeweils 22 Prozent. 69,5 Prozent des Gemeindegebiets in Raesfeld werden landwirtschaftlich genutzt, 14,5 Prozent sind mit Wald bedeckt. Der Forstwirtschaftliche Bodenrichtwert stieg in Raesfeld von 1,9 Euro auf 2 Euro.

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