Ein LEADER-Projekt in Schermbeck war der Erlebnispfad der "Neuen Wildnis Dämmerwald". Raesfeld will nun einen neuen Anlauf nehmen, als LEADER-Region anerkannt zu werden. © Berthold Fehmer (A)
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Raesfeld startet einen neuen LEADER-Versuch

Eigentlich wollte Raesfeld vom LEADER-Strukturförderungsprogramm profitieren, wurde aber 2017 „nur“ Teil der Vital.NRW-Region. Nun startet die Gemeinde einen neuen Versuch.

Das Landesprogramm Vital.NRW hat Raesfeld insbesondere am Schloss einige Vorteile gebracht: etwa den inklusiven Kultur-Erlebnis-Weg, den inklusiven Natur-Erlebnis-Weg oder die Aufwertung des Wohnmobilstellplatzes. Insgesamt fast 300.000 Euro Fördersumme wurden gezahlt. Regionalbudget-Projekte wie WLAN im Ortskern oder die Teilerneuerung der Friedhofsmauer kamen hinzu (insgesamt 382.500 Euro).

Allerdings: Vital.NRW ist, was die Finanzkraft betrifft, nur als „kleine Schwester“ des LEADER-Programms zu sehen – außerdem läuft es aus. Das LEADER-Programm setzt sich dafür ein, modellhafte Projekte im ländlichen Raum zu fördern. In Schermbeck war das beispielsweise vor einigen Jahren die „Neue Wildnis Dämmerwald“, ein Erlebnispfad, dessen Kosten von 380.000 Euro zu 60 Prozent vom LEADER-Programm übernommen wurde.

Neuer Anlauf geplant

Deshalb will Raesfeld nun einen erneuten Anlauf auf die LEADER-Förderperiode 2023 bis 2027 nehmen. Als „Hohe Mark – Leben im Naturpark e.V.“ erneut im Verbund mit Dorsten, Dülmen, Haltern am See, Heiden, Raesfeld, Reken und Olfen. Wobei als Besonderheit in Dorsten nun neben den ländlichen Ortsteilen Rhade, Lembeck und Deuten auch Alt-Wulfen hinzukommt.

Über eine Neu-Bewerbung entscheidet der Rat am 25. Oktober. Ob Raesfeld den Zuschlag bekommt, wird voraussichtlich im Juni/Juli 2022 feststehen.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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Berthold Fehmer