Raesfeld wird vom demografischen Wandel hart getroffen

Bevölkerungsprognose

Im Kreis Borken altern die Bürger bis 2040 im NRW-Vergleich am stärksten. 4,9 Jahre älter, so die Statistik, sollen sie dann im Schnitt sein. Raesfeld wächst, vor allem bei Über-80-Jährigen.

Raesfeld

, 17.07.2019 / Lesedauer: 2 min
Raesfeld wird vom demografischen Wandel hart getroffen

Mehr Ältere werden 2040 in Raesfeld leben. © picture alliance / Matthias Hiek

Zunächst die guten Nachrichten der Bevölkerungsprognose des Statistischen Landesamts IT.NRW: Raesfeld soll zumindest nicht schrumpfen. 11.350 Raesfelder zählten die Statistiker 2018, im Jahr 2040 sollen es 11.700 sein, eine Steigerung um 3,2 Prozent.

Das helfe, entspannter in die Zukunft zu schauen, so der Erste Beigeordnete Martin Tesing. Grundsätzlich richten sich nämlich die Schlüsselzuweisungen des Landes nach der Einwohnerzahl und auch andere finanzielle Zuweisungen sind häufig abhängig davon. „Wir freuen uns, dass wir entgegen des Trends moderat wachsen werden. Denn diese Zahlen dienen neben der finanziellen Ausstattung als Planungsgröße für alle denkbaren Politikfelder wie beispielsweise Baugebiete, Feuerwehrausstattung oder Gewerbegebietsausweisungen.“

Tesing hofft, „dass wir durch unsere familienfreundliche Politik die Prognose nicht nur erreichen sondern vielleicht sogar noch übertreffen können.“

Deutlich mehr Über-80-Jährige

2018 lebten 582 Bürger in Raesfeld, die 80 Jahre und älter waren. Laut Prognose von IT.NRW sollen es 1629 im Jahr 2040 sein. Ein Anstieg um fast 180 Prozent! Nicht ganz so hoch ist die Steigerung bei den 65- bis 80-Jährigen. 1597 gab es davon 2018 in Raesfeld - im Jahr 2040 sollen es 2399 sein, als 50 Prozent mehr.

Die Zahl der 0- bis 3-Jährigen soll hingegen von 2018 bis 2040 von 366 auf 268 (-26,8 Prozent) zurückgehen, die Zahl der 3- bis 6-Jährigen von 340 auf 297 (-12,6 Prozent). Die Zahl der Grundschüler (6- bis 10-Jährige) soll einigermaßen konstant sein (446 zu 443). Zuwächse sind bei 10- bis 16-Jährigen zu erwarten (+16,7 Prozent) und bei den 16- bis 19-Jährigen (+5,7 Prozent).

Weniger Erwerbsfähige

Deutliche Einbußen sind allerdings in den erwerbsfähigen Bevölkerungsgruppen zu erwarten. Die Zahl der 25- bis 40-Jährigen soll von 2018 bis 2040 von 2025 auf 1304 sinken (-35,6 Prozent), die Zahl der 40- bis 65-Jährigen von 4313 auf 3528 (-18,2 Prozent). Insgesamt soll die Zahl der 19- bis 65-Jährigen um 20,9 Prozent sinken.

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