Ratsfraktionen nennen Brandanschlag "abscheulich"

Gemeinsame Erklärung

"Abscheulich, abstoßend und nicht hinnehmbar": Mit deutlichen Worten haben die Raesfelder Ratsfraktionen von CDU, Grünen, SPD und UWG zum Brandanschlag auf die künftige Flüchtlingsunterkunft „Haus Epping“ Stellung bezogen.

Raesfeld

, 13.01.2016 / Lesedauer: 2 min
Ratsfraktionen nennen Brandanschlag "abscheulich"

Der Staatsschutz übernahm die Ermittlungen nach dem Brandanschlag auf das "Haus Epping".

"Der Brandanschlag hat auf den ersten Blick das positive Klima gegenüber den von Terror, Verfolgung, Tod und Hunger bedrohten Flüchtlingen zerstört, das aber nur auf den ersten Blick", schreibt CDU-Fraktionsvorsitzender Karl-Heinz Tünte in einer gemeinsam abgestimmten Mitteilung. Die politischen Gruppierungen des Rates seien fest davon überzeugt, dass die Raesfelder, Erler und Homeraner sich von so einem niederträchtigen Anschlag trotz aller Bestürzung und Betroffenheit nicht negativ beeinflussen lassen. Dies zeige etwa der

Aufruf junger Leute zur Mahnwache am Freitag, 15.1., ab 18.30 Uhr am „Haus Epping“, Weseler Straße. Die politischen Vertreter der Gemeinde rufen alle Bürger auf, diese Möglichkeit der Mahnung und Demonstration wahrzunehmen, um ein deutliches Zeichen gegen den Fremdenhass zu setzen, „um damit dem/den Täter(n) zu zeigen, dass solche Taten in der Gemeinde Raesfeld nichts zu suchen haben und auf keinen Fall geduldet werden.“ Die Demonstration könne auch ein Zeichen dafür sein, dass solche Taten sich auf keinen Fall wiederholen dürfen.

Gerechte Strafe

Gemeinsam treten die Ratsparteien dafür ein, Flüchtlingen in Raesfeld mit Toleranz, Wohlwollen, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft zu begegnen. „Der Brandanschlag ist und bleibt verwerflich. Es muss alles getan werden, den/die Täter dingfest zu machen und ihn/sie seiner/ihrer gerechten Strafe zuzuführen.“ Die Raesfelder Politik sei sich sicher, dass die Bürger der Gemeinde am Freitag und auch in Zukunft durch engagiertes Eintreten für Frieden, Freiheit, Sicherheit und ein friedvolles Zusammenleben in der Gemeinde kraftvolle und deutliche Zeichen setzen werden. "Alle zusammen sind aufgerufen, sich gemeinsam dafür einzusetzen, dass Flüchtlinge in Raesfeld willkommen sind, sich sicher fühlen können und in unserer Gemeinde keine Angst haben müssen."